Bildung

Vorschlag nach einem eigenen Fach entspricht auch den Wünschen der Eltern © APA (Punz)
Vorschlag nach einem eigenen Fach entspricht auch den Wünschen der Eltern © APA (Punz)

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NÖ Sozialpartner fordern mehr Berufsorientierung in den Schulen

15.10.2020

Die niederösterreichischen Sozialpartner fordern mehr Berufsorientierung in den Schulen. Weil laut einer Studie 60 Prozent der Eltern mit der Auswahl der entsprechenden Angebote überfordert waren, schlug Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ), in einer Aussendung eine "eigenen Unterrichtsgegenstand in der siebenten und achten Schulstufe in allen Schultypen" vor.

An der Erhebung der AKNÖ, der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) und der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich nahmen 680 Eltern aus dem Bundesland teil. Die Untersuchung ergab, dass sich die Befragten besonders "realistische Informationen" zur Berufsergreifung und den damit verbundenen Anforderungen sowie Bewerbungs- und Auswahlverfahren an Schulen, Betrieben und Hochschulen wünschten. Etwa die Hälfte wünschte sich eine "intensivere Zusammenarbeit" mit den Bildungseinrichtungen.

Der Vorschlag der Sozialpartner nach einem eigenen Unterrichtsfach entspricht laut Norbert Kraker, Vizerektor für Lehre an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich, auch den Wünschen der Eltern. Um jungen Menschen die Vorteile der Lehre aufzuzeigen, sei es zudem wichtig, "die Eltern mit ins Boot zu holen", hielt WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker fest. Zusätzlich zum neuen Fach wurden eine "hochwertige umfassende Grundausbildung in Berufsorientierung" als verpflichtender Teil der Lehrerausbildung sowie weitere Entscheidungshilfen in AHS, den neuen Mittelschulen (NMS) und entsprechende Pflichtmodule in den Schulstufen neun bis 13 gefordert.

Rund 50 Prozent der Befragten unterstützten nach eigenen Angaben ihre Kinder im Bewerbungsprozess, 76 Prozent gaben die Weitergabe eigener beruflicher Erfahrungen als häufigste Begleitungsmaßnahme an. 46 Prozent der Eltern informierten sich gemeinsam mit den Kindern über andere Berufe und Bildungsmöglichkeiten, lediglich 16 Prozent erklärten, bei der Bildungs- und Berufswahl mit den Lehrern zusammenarbeiten.

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