Bildung

Nachrichten leicht verständlich vom 11. September 2020

11.09.2020

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

Ab Montag gelten strengere Maßnahmen wegen des Corona-Virus

Die österreichische Regierung hat am Freitag strengere Maßnahmen wegen des Corona-Virus verkündet. Sie gelten ab Montag. Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte eine Maskenpflicht in allen Schulen außerhalb der Klassen an. Bei Veranstaltungen in Räumen sind nur mehr 50 Personen, im Freien nur mehr 100 Personen erlaubt.

Eine Maskenpflicht gibt es ab Montag auch in geschlossenen Räumen für den Handel und die Gastronomie an. Derzeit gibt es eine Maskenpflicht schon im Lebensmittelhandel und in Apotheken. Kanzler Kurz glaubt, dass diese strengeren Maßnahmen länger gültig sein werden.

10 Staaten nehmen minderjährige Flüchtlinge aus Moria auf

Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist das größte Flüchtlingslager in Europa. In der Nacht auf Mittwoch wurde es durch ein Feuer zerstört. Dadurch sind über 12.000 Flüchtlinge obdachlos. Nun wollen 10 europäische Staaten insgesamt 400 minderjährige Flüchtlinge aus Moria aufnehmen.

Österreich will keine Flüchtlinge aus Moria aufnehmen. Die 400 Flüchtlinge werden von Deutschland, Frankreich, Finnland, Luxemburg, Belgien, Kroatien, Slowenien, der Schweiz, den Niederlanden und Portugal aufgenommen.

Dem MAN-Werk in Steyr droht die Schließung

Die Firma MAN ist ein großer Hersteller von Nutzfahrzeugen, also von LKWs und Bussen. Wegen der Corona-Krise verkauft MAN weniger Fahrzeuge. Deshalb will MAN viel Geld einsparen und dafür bis zu 9.500 Arbeitsplätze in Deutschland und Österreich streichen.

Es kann sein, dass das MAN-Werk in Steyr in Oberösterreich geschlossen wird. Dann verlieren 2.300 Menschen ihren Job. Ob das Werk wirklich geschlossen wird, ist noch unklar. Das Werk in Steyr existiert schon seit über 100 Jahren.

Sohn von Mutter in Keller eingesperrt: Kein Hinweis auf Verbrechen

In Wien soll eine 77 Jahre alte Frau ihren 45 Jahre alten Sohn seit April in einem Keller eingesperrt haben. Laut Polizei hat das der Mann erzählt. Aber bei einer Durchsuchung des Hauses wurden keine Hinweise auf ein Verbrechen gefunden. Die Mutter sagte, dass ihr Sohn den Keller jederzeit hätte verlassen können. Zeugen sahen den Mann vor den Sommerferien im Garten.

Die Frau wurde von der Polizei befragt, aber nicht festgenommen. Sie durfte wieder nach Hause gehen. Die Polizei ermittelt aber noch weiter und will auch noch den Sohn befragen. Der Mann liegt derzeit im Spital.

Sprachstufe A2:

Ab Montag muss man in allen Geschäften eine Maske tragen

In Österreich steigen die Corona-Zahlen.

Daher gibt es ab Montag strengere Regeln.

Das hat die Regierung am Freitag gesagt.

Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte

eine erweiterte Maskenpflicht an.

In Schulen müssen Masken getragen werden.

In der Klasse gilt das aber nicht.

Angestellte in Geschäften und Lokalen

müssen ab Montag auch eine Maske tragen.

Kanzler Kurz glaubt nicht, dass sich

die Lage bald verbessert.

Er glaubt auch, dass die strengeren

Regeln noch lange gelten werden.

Insgesamt 10 Länder wollen Flüchtlinge aus Moria aufnehmen

Auf der Insel Lesbos in Griechenland. gibt es das Flüchtlings-Lager Moria.

Es ist das größte Flüchtlings-Lager

in Europa.

Dort leben 12.000 Flüchtlinge.

Vor 2 Tagen ist Moria abgebrannt.

Seither sind die Flüchtlinge obdachlos.

Nun wollen 10 Länder in Europa

den Flüchtlingen helfen.

Sie wollen insgesamt 400 jugendliche

Flüchtlinge aufnehmen, die keine

Erwachsenen als Begleit-Personen haben.

Österreich macht aber nicht mit und will

keine Flüchtlinge aus Moria aufnehmen.

In Steyr verlieren vielleicht viele Menschen ihre Arbeit

MAN ist eine große Firma,

Sie stellt Busse und LKW her.

Wegen der Corona-Krise werden aber

weniger Busse und LKW verkauft.

Deshalb will MAN viel Geld sparen

und viele Arbeitsplätze abbauen.

In Steyr im Bundesland Oberösterreich

gibt es eine große Fabrik von MAN.

Dort arbeiten 2.300 Menschen.

Es kann sein, dass MAN

die Fabrik in Steyr zusperrt.

Dann verlieren dort alle Mitarbeiter

ihre Arbeit.

Es ist aber noch nicht sicher, dass die

Fabrik in Steyr zugesperrt wird.

Mutter will ihren Sohn nicht im Keller eingesperrt haben

In Wien hat man einen 45 Jahre alten Mann

in einem Keller-Abteil

von einem Wohnhaus gefunden.

Seine Mutter soll ihn dort

seit April eingesperrt haben.

Das sagte der Mann.

Die Mutter des Mannes ist 77 Jahre alt.

Sie sagt, dass ihr Sohn den Keller

immer verlassen hätte können.

Ndere Menschen haben ihn auch

vor den Sommerferien im Garten gesehen.

Die Frau ist nicht in Haft.

Sie ist wieder zuhause.

Die Polizei will noch den Sohn befragen.

Der liegt in einem Spital.

Ihm geht es nicht gut.

STICHWÖRTER
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