Bildung

Nachrichten leicht verständlich vom 16. November 2020

16.11.2020

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

SPÖ und NEOS einigen sich auf Koalition in Wien

Die SPÖ von Bürgermeister Michael Ludwig und die NEOS wollen gemeinsam die neue Wiener Stadtregierung bilden. Am Sonntag schlossen die SPÖ und die NEOS ihre Koalitions-Verhandlungen erfolgreich ab. Am Montag haben Michael Ludwig und der Wiener NEOS-Chef Christoph Wiederkehr gemeinsam ihre Pläne für die Zukunft präsentiert.

SPÖ und NEOS wollen mehr Geld für Arbeitsplätze und für die Bildung investieren. Es soll mehr Ganztags-Schulen geben und es sollen mehr Lehrer eingestellt werden. Außerdem sollen 1.500 neue Gemeinde-Wohnungen gebaut werden.

Der Lockdown wird wieder verschärft

Ab Dienstag wird der weiche Lockdown zu einem harten Lockdown geändert. Das bedeutet, die Corona-Maßnahmen wie die Ausgangsbeschränkung werden noch einmal verschärft. Die meisten Geschäfte schließen, und man kann zum Beispiel nicht mehr zum Friseur gehen. Grund dafür sind die steigenden Corona-Infektionen.

Ab Dienstag gibt es auch keinen Unterricht mehr in den Schulen. Alle Schulen werden auf Fernunterricht umgestellt. Alle Schüler müssen also wieder von zu Hause unterrichtet werden. In den Schulen soll es aber Lernhilfe und Betreuung geben.

Erklärung: Lockdown

Lockdown ist ein englisches Wort. Bei einem Lockdown werden in einem Land oder in einer Region das wirtschaftliche und öffentliche Leben eingeschränkt. Dabei können Geschäfte, Schulen und Restaurants geschlossen werden. Es kann aber auch Ausgangssperren geben.

Weniger Einnahmen im Handel durch Corona-Lockdown

Durch den ab Dienstag beginnenden Lockdown wird der Handel pro Tag 130 Millionen Euro an Einnahmen verlieren. Das schätzen Wissenschafter von der Johannes Kepler Universität in Linz. Im ersten Lockdown im Frühjahr verlor der Handel 110 Millionen Euro pro Tag an Einnahmen.

Der nun höhere Verlust entsteht dadurch, dass der Handel in der Zeit vor Weihnachten am meisten Geld einnimmt. Davon verlieren Geschäfte heuer viel. Die Wissenschafter schätzen, dass der Handel durch den neuen Lockdown insgesamt 2,2 Milliarden Euro weniger Einnahmen haben wird.

Hackler-Regelung wird bis 2022 geändert

In Österreich können Männer im Alter von 65 Jahren in Pension gehen. Wenn sie aber 45 Beitragsjahre haben, können Männer schon mit 62 in Pension gehen. Sie bekommen dann die volle Pension. Das ist die sogenannte Hackler-Regelung. Die österreichische Regierung will die Hackler-Regelung nun ändern.

Ab 2022 soll man 4,2 Prozent weniger Pension für jedes Jahr bekommen, das man früher in Pension geht. Als Ausgleich dafür gibt es jeden Monat 60 Euro zusätzlich zur Pension. Das nennt die Regierung "Frühstarter-Bonus". Denn man muss schon sehr jung zu arbeiten begonnen haben, damit man mit 62 schon 45 Jahre lang in die Pensions-Versicherung eingezahlt hat.

Sprachstufe A2:

SPÖ und NEOS wollen gemeinsam in Wien regieren

Die SPÖ ist bei der Gemeinderats-Wahl

in Wien die stärkste Partei geworden.

Aber die SPÖ kann nicht allein regieren.

Nun hat sich die SPÖ mit den NEOS

über eine Koalition geeinigt.

Das heißt, beide wollen gemeinsam

die Stadt-Regierung von Wien bilden.

SPÖ und NEOS wollen in Zukunft mehr für

die Arbeitsplätze und für die Bildung tun.

Vorher regierte die SPÖ 10 Jahre

lang mit den Grünen in Wien.

Die SPÖ ist die Partei von

Bürgermeister Michael Ludwig.

In Österreich wird der Lockdown wieder verschärft

In Österreich gibt es

zurzeit einen weichen Lockdown.

Das heißt, die Corona-Maßnahmen

sind nicht so streng, wie bei dem

letzten Lockdown.

Ab Dienstag ändert sich das.

Denn dann gibt es wieder

einen harten Lockdown.

Das heißt, die meisten

Geschäfte müssen zusperren.

Man kann dann auch nicht

mehr zum Frisör gehen.

In den Schulen gibt es keinen Unterricht.

Alle Schüler müssen wieder

zu Hause unterrichtet werden.

In den Schulen gibt es Lernhilfen

und auch Betreuungs-Möglichkeiten.

Aber nur, wenn man sie braucht.

Erklärung: Lockdown

Bei einem Lockdown wird

in einem Land oder in einer Region

das Leben eingeschränkt.

Dabei können Geschäfte, Schulen

und Lokale geschlossen werden.

Damit will man Menschen

vor dem Corona-Virus schützen.

Ein Lockdown ist aber

sehr schlecht für die Wirtschaft.

Durch den Lockdown werden die Geschäfte viel Geld verlieren

Durch den neuen Lockdown müssen

die meisten Geschäfte zusperren.

Dadurch verdienen sie viel weniger Geld.

Alle Geschäfte zusammen haben jeden Tag

130 Millionen weniger Einnahmen.

Das haben Wissenschafter ausgerechnet.

Der Lockdown soll bis 6. Dezember dauern.

Vor Weihnachten kaufen die Menschen

normalerweise viel mehr als sonst.

Deshalb verlieren die Geschäfte jetzt mehr

Geld als beim ersten Lockdown im Frühjahr.

Durch den neuen Lockdown

werden alle Geschäfte insgesamt

2,2 Milliarden Euro weniger einnehmen.

Die Regierung ändert die Hackler-Regelung

In Österreich können Männer

erst in Pension gehen, wenn sie

65 Jahre alt sind.

Manchmal geht das aber auch früher.

Zum Beispiel, wenn sie schon sehr jung

mit der Arbeit angefangen haben und

deshalb 45 Beitrags-Jahre haben.

Dann können Männer schon mit

62 in Pension gehen.

Sie bekommen dann die volle Pension.

Das nennt man die Hackler-Regelung.

Die Regierung ändert nun diese

Hackler-Regelung ab dem Jahr 2022.

Geht man dann früher in Pension,

dann bekommt man eine niedrigere

Pension, also weniger im Monat.

Zum Ausgleich bekommt man dann aber

jeden Monat 60 Euro zusätzlich.

Die Regierung nennt das Frühstarter-Bonus.

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