Bildung

Nachrichten leicht verständlich vom 18. Juni 2020

18.06.2020

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

Anzeige gegen FPÖ-Chef Hofer nach Vergleich von Koran mit Corona

Am Dienstag hat FPÖ-Chef Norbert Hofer bei einer Demonstration gesagt, dass der Koran gefährlicher als das Corona-Virus ist. Der Koran ist für Muslime ein heiliges Buch. Viele Muslime empfinden die Aussage von Hofer als Beleidigung. Seit Mittwoch fordern sie eine Entschuldigung. Norbert Hofer wurde auch wegen der Herabwürdigung von Religion und Verhetzung bei der Polizei angezeigt.

Es gab aber auch Mord-Drohungen gegen Norbert Hofer. Der FPÖ-Chef sieht sich nun bestätigt, dass der Koran gefährlich ist. Er überlegt sich, ebenfalls eine Anzeige zu erstatten.

Erklärung: Muslime

Muslime sind Menschen, die an Allah als ihren Gott glauben. Die Religion von diesen Menschen heißt Islam. Das Buch, aus dem Muslime beten, heißt Koran. Bei den Christen gibt es dafür die Bibel.

Fast 80 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht

Weltweit sind im Jahr 2019 fast 80 Millionen Menschen auf der Flucht gewesen. Viele von ihnen wurden vertrieben, andere flohen vor Krieg. Einer von hundert Menschen weltweit ist laut UNO auf der Flucht. Im Jahr 2019 gab es um fast 10 Millionen mehr Flüchtlinge als im Jahr 2018.

Mehr als die Hälfte der flüchtenden Menschen sind sogenannte "Binnen-Flüchtlinge". Das heißt, dass sie im eigenen Land oder in der eigenen Region auf der Flucht sind.

Während auf der Welt die Gesamtzahl der Flüchtlinge und Vertriebenen steigt, ist in Österreich die Zahl der Anträge auf Asyl in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.

Erklärung: Asyl und Asyl-Werber

Viele Menschen flüchten aus ihrem Land in andere Länder. Zum Beispiel, weil in ihrer Heimat Krieg herrscht. Die Menschen hoffen, dass sie in einem anderen Land einen sicheren Ort zum Leben finden. Wenn das Land ihnen erlaubt zu bleiben, dann erhalten sie Asyl.

Menschen, die Asyl beantragen, nennt man Asyl-Werber. Wenn sie kein Asyl bekommen, müssen sie das Land wieder verlassen. Es dauert oft sehr lange, bis entschieden wird, ob jemand Asyl bekommt.

2 Kinder und eine Mutter wurden aus dem Traunsee gerettet

Am Mittwoch sind 2 Mädchen und ihre Mütter im Traunsee in Oberösterreich in Not geraten. Die 5 und 6 Jahre alten Mädchen gingen im See schwimmen. Sie schafften es nicht mehr ans Ufer zurück und riefen um Hilfe. Ihre Mütter sprangen sofort ins Wasser, um die Mädchen zu retten. Aber im kalten Wasser kamen sie in Schwierigkeiten und riefen ebenfalls um Hilfe.

Ein Mann hörte das und kam mit seinem Stand-Up-Board zu Hilfe. Er zog die beiden Mädchen und eine Mutter auf sein Brett und brachte sie ans Ufer. Die andere Mutter schaffte es allein ans Ufer.

Erklärung: Stand-Up-Board

Stand-Up-Board ist englisch und heißt übersetzt Steh-Brett. Das ist eine Art Surf-Brett, auf dem man steht und sich mit einem Paddel fortbewegt. Dieser Sport heißt auf Englisch Stand-Up-Paddling. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das Steh-Paddeln.

Eisbärin Finja taucht schon nach Fischen

Die kleine Eisbärin Finja im Wiener Tiergarten Schönbrunn kann nun schon selbst nach Fischen tauchen. Das hat sie sich von ihrer Mutter Nora abgeschaut. Die Fische werden von den Tierpflegern ins Becken geworfen.

Der Zoo hat seit 15. Mai wieder geöffnet. Ab Samstag dürfen weitere Tierhäuser in Schönbrunn wieder öffnen. Zum Beispiel das Affenhaus, Elefantenhaus und das Pandahaus.

Erklärung: Tierpatenschaft

Ein Tierpate kann eine Person oder eine Organisation sein, die bereit sind, für ein Tier Geld zu spenden. Dieses Geld nutzt dann zum Beispiel der Zoo, um den Lebensraum vom Tier zu verbessern und es zu versorgen.

Sprachstufe A2:

FPÖ-Chef Hofer hat Ärger wegen seiner Aussage über den Koran

Norbert Hofer ist der Chef

von der Partei FPÖ.

Am Dienstag hat Hofer bei einer

Demonstration von der FPÖ geredet.

Er sagte, dass der Koran gefährlicher

als das Corona-Virus ist.

Der Koran ist aber für Muslime

ein heiliges Buch.

Viele Muslime empfinden die Aussage

von Hofer als Beleidigung.

Sie fordern eine Entschuldigung.

Hofer wurde auch angezeigt.

Gegen Norbert Hofer gab es aber

auch Mord-Drohungen.

Hofer sieht das als Beweis,

dass der Koran gefährlich ist.

Auch er will eine Anzeige erstatten.

Erklärung: Muslime

Muslime sind Menschen,

die an Allah als ihren Gott glauben.

Die Religion von diesen Menschen

heißt Islam.

Der Koran ist das Buch,

aus dem Muslime beten.

Bei den Christen ist das die Bibel.

Immer mehr Menschen sind auf der Flucht

Auf der ganzen Welt sind immer mehr

Menschen auf der Flucht.

Im vergangenen Jahr waren fast

80 Millionen Menschen auf der Flucht.

Das waren 10 Millionen mehr

als im Jahr davor.

Mehr als die Hälfte von allen Flüchtlingen

sind im eigenen Land auf der Flucht.

Obwohl es immer mehr Flüchtlinge gibt,

sind in den letzten Jahren immer weniger

Flüchtlinge nach Österreich gekommen.

Im Traunsee gerieten 2 Kinder und ihre Mütter in Not

Der Traunsee ist ein großer See

im Bundesland Oberösterreich.

Im Traunsee sind am Mittwoch

ein 5 Jahre altes und ein

6 Jahre altes Mädchen in Not geraten.

Die Mädchen schwammen im See

Sie schafften es nicht ans Ufer zurück

und schrien laut um Hilfe.

Ihre Mütter sprangen sofort ins Wasser,

um den Mädchen zu helfen.

Aber weil das Wasser so kalt war,

schafften die Mütter das nicht.

Sie riefen dann auch laut um Hilfe.

Ein Mann hörte das und kam mit

seinem Stand-Up-Board zu Hilfe.

Er zog die Mädchen und eine Mutter

aus dem Wasser und brachte sie ans Ufer.

Die andere Mutter konnte

allein ans Ufer schwimmen.

Erklärung: Stand-Up-Board

Stand-Up-Board ist englisch:

Übersetzt heißt es Steh-Brett.

Das ist ein großes Brett, mit dem

man auf dem Wasser fahren kann.

Man steht auf dem Brett und bewegt

sich mit einem Paddel fort.

Die kleine Eisbärin Finja taucht schon von selbst nach Fischen

Im Tiergarten Schönbrunn in Wien

hat die kleine Eisbärin Finja

etwas Neues gelernt.

Sie kann jetzt schon ganz allein

nach Fischen im Becken tauchen.

Das hat sie sich von ihrer Mutter

Nora abgeschaut.

Der Tiergarten Schönbrunn hat

seit 15. Mai wieder geöffnet.

Am Samstag öffnen dort auch

das Affenhaus, das Elefantenhaus

und das Pandahaus wieder.

STICHWÖRTER
Wien  |
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