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Nachrichten leicht verständlich vom 26. März 2020

26.03.2020

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

Die Wirtschaft wird heuer wegen der Corona-Krise schrumpfen

Wegen der Maßnahmen gegen den Corona-Virus sind alle Lokale und die meisten Geschäfte geschlossen. Das schadet der Wirtschaft sehr. Deshalb wird es heuer in Österreich eine Rezession geben. Die österreichische Wirtschaft wird heuer um 2 bis 2,5 Prozent schrumpfen. Das erwarten die Wirtschafts-Forscher.

Wie stark die Wirtschaft wirklich schrumpft, hängt davon ab, wie lange die Maßnahmen gegen den Corona-Virus dauern. Wenn die Maßnahmen länger als bis Ende April dauern, kann die Wirtschaft noch stärker schrumpfen.

Vor der Corona-Krise rechneten die Wirtschafts-Forscher noch mit einem Wirtschafts-Wachstum von mindestens 1,2 Prozent in Österreich.

Erklärung: Wirtschafts-Wachstum und Rezession

Wenn die Wirtschaft wächst, nennt man das Wirtschafts-Wachstum. Die Wirtschaft wächst, wenn mehr Dinge hergestellt und verkauft werden. Dann gibt es für die Menschen mehr Arbeitsplätze.

Bei einer Rezession ist es umgekehrt. Die Wirtschaft schrumpft, weil weniger Dinge hergestellt und verkauft werden. Dann gibt es auch mehr Arbeitslose, weil viel Menschen ihren Job verlieren.

Rund 1.100 Bundesheer-Soldaten helfen im Kampf gegen Corona

Wegen der Corona-Krise helfen derzeit etwa 1.100 Bundesheer-Soldaten dabei mit, dass sich der Corona-Virus nicht so stark ausbreiten kann. Das Bundesheer hilft zum Beispiel der Polizei an den Grenzübergängen in Oberösterreich oder Salzburg.

Die Soldaten kontrollieren an der Grenze Fahrzeuge und Personen. Sie überprüfen die Gesundheits-Daten der Menschen. Dabei wird Fiebermessen wohl ihre wichtigste Aufgabe sein. Das Bundesheer unterstützt auch Mitarbeiter in Supermärkten. Die Soldaten werden auch an Hotline-Telefonnummern eingesetzt.

Während Corona-Krise wird niemandem Strom, Gas und Wärme abgedreht

Derzeit können wegen dem Corona-Virus viele Menschen in Österreich nicht zur Post oder zur Bank gehen. Deswegen wird es für viele schwierig die Miete und Dinge wie Strom, Gas und Wärme zu bezahlen.

Damit das nicht passiert, hat die Energie-Wirtschaft versichert, während der Corona-Krise niemanden Strom, Gas und Wärme abzuschalten. Das gilt auch, wenn man nicht rechtzeitig zahlen kann. Das gab die Energie-Ministerin Leonore Gewessler zusammen mit dem Energie-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch am Donnerstag bekannt. Diese Regelung gilt erst einmal bis zum 1. Mai.

Laut Urbantschitsch ist es auch möglich den Energie-Anbieter darum zu bitten, einen späteren Zahlungs-Termin zu bekommen. Man kann sich mit den Anbietern auch ausmachen, die Zahlungs-Summe auf mehrere kleinere Raten Summen aufzuteilen.

Erklärung: Energie-Control

Die Energie-Control ist eine Behörde der österreichischen Regierung. Sie achtet darauf, dass die Energie-Wirtschaft gut funktioniert und dass sich alle Energie-Firmen an die Regeln halten. Die Energie-Control wird auch E-Control genannt.

Österreicher optimistisch, Corona-Virus gut zu überstehen

Die Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen sind optimistisch, den Corona-Virus gut zu überstehen. Das hat eine Umfrage ergeben. Ältere Menschen sind besonders optimistisch. 78 Prozent der Menschen über 60 Jahre denken, dass sie die Krise gut überstehen werden. Dabei sind sie durch den Virus eigentlich besonders gefährdet.

Zwei Drittel Menschen in Österreich wünschen sich, dass mehr Tests auf den Corona-Virus durchgeführt werden. Viele hoffen auch, dass es bald mehr Schutz-Ausrüstung in Spitälern und Apotheken gibt.

Dass man zurzeit nur sehr wenig aus dem Haus gehen und andere Leute treffen darf, finden die meisten gut. Mehr als die Hälfte will, dass das stärker kontrolliert wird. Und dass es höhere Strafen gibt, wenn jemand dagegen verstößt.

Sprachstufe A2:

Heuer wird die Wirtschaft wegen dem Corona-Virus schrumpfen

Wegen dem Corona-Virus sind in Österreich

alle Lokale und die meisten Geschäfte zu.

Das ist sehr schlecht für die Wirtschaft.

Denn dadurch verdienen viele Firmen

weniger Geld und Menschen

haben weniger Arbeit.

Deshalb sagen Wirtschafts-Forscher:

Heuer wird es in Österreich

eine Rezession geben.

So nennt man das, wenn

die Wirtschaft schrumpft.

Wenn die Wirtschaft schrumpft,

dann werden weniger Dinge

hergestellt und verkauft.

Die Firmen verdienen weniger Geld

und viele Firmen müssen zusperren.

Dadurch verlieren dann

viele Menschen ihre Arbeit.

Normalerweise wächst die Wirtschaft.

Dann werden mehr Dinge

hergestellt und verkauft.

Die Firmen verdienen mehr Geld und es gibt

für die Menschen mehr Arbeit.

Aber heuer ist wegen dem

Corona-Virus alles anders.

In Österreich sind rund 1.100 Bundesheer-Soldaten im Hilfs-Einsatz

Zurzeit sind rund 1.100 Soldaten

vom Bundesheer im Hilfs-Einsatz.

Sie helfen während der Corona-Krise

zum Beispiel der Polizei.

An den Grenzen von Österreich führen sie

in den Bundesländern Oberösterreich

und Salzburg Kontrollen durch.

Sie messen das Fieber bei Menschen,

die nach Österreich einreisen wollen.

Die Soldaten unterstützen aber auch

die Mitarbeiter in Super-Märkten.

Sie kümmern sich auch um die

Anrufe von besorgten Bürgern.

Niemandem in Österreich wird Strom, Gas und Wärme abgedreht

In Österreich können zurzeit

nicht alle Menschen zur Bank.

Das liegt an der Corona-Krise.

Dadurch können viele Menschen

zum Beispiel ihre Strom-Rechnungen

nicht mehr rechtzeitig bezahlen.

Aber man muss sich deshalb

keine Sorgen machen.

Während der Corona-Krise wird keinem

Strom, Gas und Wärme abgedreht.

Das hat die Energie-Ministerin

Leonore Gewessler am Donnerstag gesagt.

Die Österreicher glauben, Corona-Virus gut zu überstehen

Die meisten Menschen in Österreich

glauben, dass sie die Corona-Krise

gut überstehen werden.

Besonders ältere Menschen

über 60 Jahre denken das.

Das hat eine Umfrage ergeben.

Die Menschen wünschen sich

mehr Tests auf den Corona-Virus.

Das hat die Umfrage auch ergeben.

Und sie wollen mehr Schutz-Kleidung

für Spitäler und Apotheken.

Damit sich der Virus nicht weiter

verbreitet, darf man kaum

aus dem Haus gehen.

Das finden die meisten Menschen gut.

Viele wollen sogar,

dass das stärker kontrolliert wird.

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