Bildung

(v.l.n.r.): Mariella Schurz, Andreas Lechner, Sonja Zimmermann und Erna Nairz-Wirth © APA (OTS/MEGA Bildungsstiftung/Schedl)
(v.l.n.r.): Mariella Schurz, Andreas Lechner, Sonja Zimmermann und Erna Nairz-Wirth © APA (OTS/MEGA Bildungsstiftung/Schedl)

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Neue Bildungsstiftung schüttet in erster Runde eine Mio. Euro aus

11.12.2019

Die im Frühjahr gegründete MEGA Bildungsstiftung schüttet in einer ersten Ausschreibungsrunde eine Million Euro aus und fördert bereits bestehende Bildungsinitiativen zum Bereich Chancen-Fairness. 20 Projekte erhalten je 10.000 Euro, zehn davon je weitere 20.000 Euro und drei jeweils zusätzliche 200.000 Euro, hieß es bei einer Pressekonferenz.

Für die Bildungsstiftung - MEGA steht für "Multiple Education Grants Austria"- mit einer Dotierung von 5,5 Mio. Euro schlossen sich die B&C-Privatstiftung und die Berndorf Privatstiftung zusammen. Als Kernthemen wurden Chancen-Fairness sowie Wirtschaftskompetenz/Life-Skills definiert.

Fokus auf bestehende Initiativen

Mit der ersten Ausschreibung, die mit 1,4 Mio. Euro dotiert ist, fokussiere man auf bereits bestehende Initiativen, die weiter wachsen wollen, so Generalsekretär Andreas Lechner. Neben Geld biete man Know-how für Wachstumsbegleitung und Wirkungsmessung sowie eine Bekanntmachung der Projekte im Rahmen einer Radio- oder Fernsehshow.

Die Ausschreibung richtet sich österreichweit an schulische und außerschulische Bildungsinitiativen, an Vereine und NGOs. Das einzureichende Projekt kann entweder chancenbenachteiligte Kinder und Jugendliche bei der Talententfaltung fördern, Pädagogen ​als Wegbegleiter von Chancen-Fairness unterstützen oder innovative Schulprogramme vorantreiben. Die Einreichfrist läuft bis Ende Jänner, die Sieger werden im März bekanntgegeben.

Ein Anliegen hat die Stiftung an die Politik: Derzeit müssen von Stiftungszuwendungen an Schulen und Bildungs-NGOs in Österreich 27,5 Prozent Kapitalertragssteuer an den Finanzminister abgeliefert werden. Daher würden von der Dotierung mit 1,4 Mio. Euro auch nur eine Mio. an die Projekte fließen. "Ich würde die 400.000 Euro lieber bei den Kindern sehen", so Stiftungsvorständin Sonja Zimmermann. Fördere man eine Schule in Burkina Faso, sei dies steuerfrei möglich - bei einer Schule in Österreich wäre das aber nicht der Fall. "Da fühle ich mich etwas ungleich behandelt." Daher wolle man eine steuerrechtliche Gleichstellung mit den (ebenfalls steuerfreien) Zuwendungen an Unis oder Erwachsenenbildungseinrichtungen.

Service: http://www.megabildung.at

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