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Insgesamt gibt es 232 NOST-Standorte © APA
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Neue Oberstufe: OÖ Bildungsdirektion sieht Bedarf zum Nachjustieren

04.09.2019

Auch wenn die bundesweite Einführung der Neuen Oberstufe (NOST) derzeit auf Eis liegt, ist für den Leiter des pädagogischen Dienstes der Bildungsdirektion in OÖ, Werner Schlögelhofer klar: "Es bedarf einer Nachjustierung." Diese erwarte er sich mit der Präsentation der Evaluierung im Dezember, kündigte er in Linz im Rahmen einer Pressekonferenz an.

In der Bundesländerverteilung liegen in Oberösterreich die meisten allgemeinbildenden (AHS) sowie berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS), die die Reform erproben. Insgesamt gibt es laut Schlögelhofer 232 NOST-Standorte, 32 davon sind AHS. Und von diesen Gymnasien befinden sich allein 13 in Oberösterreich, von den 200 BMHS sind 30 in Oberösterreich.

Lehrer zeigen Schwachstellen auf

Rückmeldungen von Lehrern zeigen laut Schlögelhofer doch Schwachstellen auf: Das Parken von "Nicht Genügend" bis zur Matura nennt er ein Problem. Bei der NOST wird das Schuljahr in zwei Semester unterteilt. Trotz einer negativen Note in einem Fach bleibt der Schüler aber nicht mehr sitzen, muss jedoch bis zur Matura alle "Nicht Genügend" ausbessern. Und das führe dazu, dass Schüler diese sogenannten Semesterprüfungen vor sich hin schieben. Drei "Nicht Genügend" kann ein Schüler so mehrere Jahre mitschleppen. Ebenfalls müsse die Individuelle Lernbegleitung (ILB) verstärkt werden. Schüler mit Problemen erhalten, so die Reform, einen Lehrer als ILB zur Unterstützung und Beratung von Lerntechniken.

Noch in einem anderen Sektor ist Oberösterreich im Schulwesen federführend. Mit der Umstellung der Institution Landesschulrat auf eine Bildungsdirektion wurde auch die Elementarpädagogik der Bildungsdirektion übertragen. "Damit sind wir in Österreich die ersten und einzigen, die diesen Schritt gegangen sind", erklärte Landeshauptmannstellvertreterin und Präsidentin der Bildungsdirektion Christine Haberlander (ÖVP). Ein konsequenter Schritt, nachdem der Kindergraten die erste Bildungseinrichtung sei, ergänzte Direktor Alfred Klampfer.

Am 9. September beginnt in Obersterreich für 190.000 Schule wieder der viel zitierte Ernst des Lebens, darunter sind 14.399 Taferlklassler und 2.148 Vorschüler.

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