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Neuer Rechtsschutz für medizinische Tätigkeiten in oö. Kindergärten

10.09.2019

Mehr als 140 chronisch kranke Kinder besuchen in Oberösterreich eine Betreuungseinrichtung. Somit muss das Personal auch gewisse ärztliche Tätigkeiten übernehmen. Im Gegensatz zu Lehrern besitzt es jedoch keinen Rechtsschutz. Das Land Oberösterreich wird diese Lücke jetzt mit einer eigenen Versicherung schließen, informierte Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) in Linz.

So benötigen etwa Kinder mit Diabetes oder Allergien auch während der Zeit in einer Krabbelstube, im Kindergarten oder Hort eine medizinische Versorgung. Blutzuckermessungen, Insulinspritzen oder aber Notfallmedikation bei einem allergischen Schock werden freiwillig vom Personal durchgeführt. "Die Frage 'was ist, wenn etwas passiert' - dieser Graubereich führt zu großer Unsicherheit", führte Eva Weißböck, in der Bildungsdirektion zuständig für Elementarpädagogik, aus.

Nur Lehrer sind laut Schulunterrichtsgesetz seit 2017 rechtlich abgesichert. Jetzt soll es dies auch für Personen in Betreuungseinrichtungen geben. Die Oberösterreichische Versicherung bietet eine entsprechende Haftpflicht- und Rechtschutzversicherung an, teilte Direktor Josef Stockinger in der Pressekonferenz mit. In Summe mache sie 50.000 Euro im Jahr aus, die Kosten übernehme laut Haberlander das Land. In der kommenden Regierungssitzung muss die neue Versicherung noch beschlossen werden.

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