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In Österreich gibt es rund 6.000 Schulen © APA
In Österreich gibt es rund 6.000 Schulen © APA

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Noch keine konkreten Ampel-Vorgaben für Schulen

07.08.2020

Für die Schulen gibt es noch keine konkreten Vorgaben zur Corona-Ampel - also etwa ab wann welche Maßnahmen wie etwa Maskenpflicht, Schichtbetrieb oder Ähnliches gesetzt werden sollen. Dies werde erst in den nächsten Wochen erarbeitet, hieß es bei einer Pressekonferenz von Gesundheitsminister Rudolf Anschober zur neuen Corona-Kommission.

Unterstützt wird von Anschober der derzeitige Plan von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP). Dieser hat bereits mehrfach angekündigt, den Unterricht ab 7. September nach aktuellem Stand zunächst normal starten zu lassen.

Vier-Stufen-Plan in Bayern

Sehr konkrete Vorgaben hat dagegen etwa bereits Bayern mit einem Vier-Stufen-Plan beschlossen, wo der Unterricht fast zeitgleich wie in Ostösterreich am 8. September wieder startet. Dort gilt grundsätzlich eine Maskenpflicht in der Schule - ausgenommen am eigenen Sitzplatz. Das entspricht der Regelung in Österreich zwischen der Schulöffnung und der Aufhebung der Maskenpflicht am 3. Juni.

Stufe eins des Vier-Stufen-Plans tritt dann in Kraft, wenn es in einer Schule in einer Klasse vereinzelte Coronafälle gibt. Dann wird die gesamte Klasse für 14 Tage vom Präsenzunterricht ausgeschlossen (Stufe 1). Ab Stufe 2 richten sich die Maßnahmen dann nicht mehr nur an einzelne Schulen: Ab 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einem Landkreis bzw. einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen gilt dann eine Maskenpflicht auch am eigenen Sitzplatz oder alternativ ein Mindestabstand von 1,5 Metern (falls räumlich umsetzbar).

Stufe 3 wird gezündet, wenn innerhalb von sieben Tagen 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern im Landkreis bzw. in der kreisfreien Stadt registriert werden. Dann müssen jedenfalls die 1,5 Meter Mindestabstand eingehalten werden - wo dies nicht möglich ist, müssen die Klassen auf mehrere Räume aufgeteilt oder auf Schichtbetrieb umgestellt werden. Stufe 4 greift dann ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen und bedeutet Home Schooling im betroffenen Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt.

Unterdessen schlägt die AHS-Lehrergewerkschaft vor, dass an Schulen stationierte Krankenschwestern etwaige Corona-Verdachtsfälle abklären sollen. Diese sollten in eigenen abgeschotteten "Verdachtsräumen" arbeiten, hieß es in "Heute". Bei rund 6.000 Schulen in Österreich bedürfte es dazu allerdings einer erheblichen zusätzlichen Zahl an Krankenschwestern.

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