Bildung

Partnermeldung

OeAD-Calice: Trotz Brexit sind Erasmus-Aufenthalte in UK für das Studienjahr 2020/21 gesichert

31.01.2020

Das Vereinigte Königreich bleibt auch als Nicht-Mitglied der EU im Übergangszeitraum bis 31. Dezember 2020 ein Programmland von Erasmus+ und nimmt weiterhin an der laufenden Programmperiode 2014-2020 teil – und zwar ohne Einschränkung. Mit der Ratifizierung des Austrittsabkommens gilt in der Übergangsfrist bis 31. Dezember 2020 weiterhin das EU-Recht.

Folgen für das EU-Programm "Erasmus+ Bildung"

Mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs am 31. Jänner 2020 um Mitternacht aus der EU ändert sich also vorerst kaum etwas für Teilnehmende am Erasmus+ Bildungsprogramm. "Die Übergangsregelung besagt eindeutig, dass alle Projekte, die im Jahr 2020 bewilligt werden, voll gefördert werden – und zwar einschließlich ihrer Laufzeiten", stellt Jakob Calice, Geschäftsführer des OeAD klar. "Sie können beruhigt ihren Aufenthalt antreten. Studierenden empfehle ich in diesem Frühjahr mit ihren Hochschulen Kontakt aufzunehmen und sich spätestens vor dem Sommer für einen Auslandsaufenthalt anzumelden", so Jakob Calice.

Genehmigte Programmprojekte können finanziell gesichert mitunter über das Jahr 2020 hinaus dauern. Das gilt auch für die die Antragsrunde 2020: Alle Projekte mit Einrichtungen im Vereinigten Königreich, die vor dem 31. Dezember 2020 starten, sind über die gesamte Projektdauer voll förderfähig. Auch Mobilitätsprojekte einschließlich der Antragsrunde 2020 können innerhalb ihrer Projektlaufzeit Personen nach UK entsenden oder aus UK kommende Personen aufnehmen. Auch in diesem Fall kann der Auslandsaufenthalt erst nach dem 31. Dezember 2020 starten. "Für Erasmus+ -Studierende ändert sich also in dieser Antragsperiode 2020 nichts", so Jakob Calice.

Das Vereinigte Königreich zählt zu den attraktivsten Gastländern für österreichische Erasmus+ Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ob das Vereinigte Königreich auch in der neuen Programmperiode von Erasmus+ für 2021-2027 teilnimmt, ist noch offen. Jakob Calice: "Wir würden es sehr begrüßen, wenn sich Großbritannien auch zukünftig an Erasmus+ beteiligt. Damit könnte der gegenseitige gute Austausch und die wissenschaftliche Zusammenarbeit reibungslos fortgesetzt werden". Dazu muss jedoch die Teilnahme des Vereinigten Königreiches am Erasmus+ -Programm zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich neu verhandelt werden.

Erasmus+ Bildung in Österreich

Verantwortlich für die Umsetzung von "Erasmus+ Bildung" in Österreich ist der OeAD als nationale Agentur im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) und der Europäischen Kommission. Rund 570 in Österreich koordinierte Projekte wurden 2019 bewilligt, in deren Rahmen 22.000 Personen mobil werden. Über 48 Millionen Euro Fördermittel wurden 2019 für Projektträger/innen in Österreich bewilligt.

Für Fragen zum Erasmus+ -Programm in Zusammenhang mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU hat der OeAD die Hotline 43 1 53408-555 eingerichtet und informiert auf einer eigenen Seite unter www.oead.at/brexit

Weitere Informationen

https://www.bmbwf.gv.at/Themen/euint/aktuell/brexit.html

https://www.bundeskanzleramt.gv.at/themen/brexit.html

https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/about/brexit_de

Rückfragehinweis:
   Mag. Ursula Hilmar
   presse@oead.at
   +43 670 200 8188 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/7488/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

STICHWÖRTER
Bildung  | EU  | Universitäten  | Politik  | Studenten  |
Weitere Meldungen aus Bildung
APA
Partnermeldung