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ÖGK-Obmann Huss will leichteren Unizugang für Allgemeinmedizin

01.07.2020

Andreas Huss, seit 1. Juli für ein halbes Jahr Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), hat zu seinem Amtsantritt ein Arbeitsprogramm für den Ausbau des Gesundheitswesens vorgelegt. Zentraler Punkt ist die Verbesserung der hausärztlichen Versorgung. Geht es nach Huss, soll es einen leichteren Unizugang für jene geben, die Allgemeinmediziner werden wollen.

Wie der Arbeitnehmervertreter in einer Pressekonferenz am Mittwoch ausführte, sollen sich potenzielle praktische Ärzte künftig entweder den Medizinaufnahmetest ersparen oder nur eine abgespeckte Version absolvieren müssen. Auch ein einschlägiger Zivil- oder freiwilliger Sozialdienst soll hier Vorteile bringen. Stipendien sind ebenso angedacht. Im Gegenzug müssten sich die Absolventen dazu verpflichten, mindestens zehn Jahre lang dem öffentlichen Gesundheitssystem als Allgemeinmediziner zur Verfügung zu stehen.

Huss will dies nun mit dem Gesundheits- und dem Bildungsminister diskutieren. Er kritisierte, dass das Modell des Familienarztes zuletzt unter die Räder gekommen sei., weil gerade Menschen mit hoher sozialer Intelligenz, die sich nicht so sehr für eine Forscherkarriere interessierten, aus dem Studium hinausselektiert würden.

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