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ÖH-Wahl: Grüne verwundert über AG-Abschneiden, NEOS freuen sich

19.05.2017

Dass sich der Skandal um Mitglieder der VP-nahen Aktionsgemeinschaft (AG) offenbar nicht in größeren Verlusten für die AG bei den Wahlen zur HochschülerInnenschaft (ÖH) niedergeschlagen hat, schockiert die Wissenschaftssprecherin der Grünen, Sigrid Maurer, "ernsthaft". Die Verluste der Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) führt sie gegenüber der APA auch auf innergrüne Streitereien zurück.

Das Ergebnis angesichts des AG-Skandals um Chat-Protokolle mit antisemitischen, sexistischen und behindertenfeindlichen Postings deute darauf hin, "dass wir ein weit größeres Problem haben" und eine größere Akzeptanz für solche Entgleisungen bestehe, meinte Maurer. Angesichts der Trends, dass die linke ÖH-Führung erneut mit einer knappen Mehrheit ausgestattet sein dürfte, hofft Maurer, dass "der VSStÖ vernünftig bleibt und nicht mit der AG in eine Koalition geht". Beim eigenen Ergebnis räumt sie ein, dass sich der Streit zwischen der GRAS und den Grünen Studierenden bzw. den diese unterstützenden Jungen Grünen, der letztendlich zum Parteiausschluss letzterer geführt hat, zum negativen Ergebnis der GRAS beigetragen haben könnte.

Strolz sieht "altes politisches System in der Krise ist"

Für den NEOS-Ableger Junge Liberale Studierende (JUNOS Studierende) lief die ÖH-Wahl heuer positiv ab. NEOS-Chef und Bildungssprecher Matthias Strolz reihte sich am Wahlabend mit Gratulationen ein. "Ich freue mich natürlich, das da ein frischer Wind - auch ein Stück weit gestärkt - in die ÖH einziehen kann", sagte er der APA. Die geringe Wahlbeteiligung wertet Strolz als weiteres Indiz dafür, "dass dieses alte politische System in der Krise ist". Seiner Meinung nach sollte die Hochschülerschaft die Pflichtmitgliedschaft überdenken, wiederholte der Parteichef eine JUNOS-Forderung.

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