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ÖH: VSStÖ will nicht mehr Teil der Exekutive sein

16.09.2020

Der Verband sozialistischer StudentInnen in Österreich (VSStÖ) will nicht mehr Teil der nächsten Exekutive der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) sein. Das gab die Fraktion kürzlich bekannt. Eine Wiederauflage einer linken Koalition in der ÖH-Bundesvertretung sei damit gescheitert, hieß es vor der für Freitag geplanten Sitzung des bundesweiten Studentenparlaments.

Vor kurzem sind die Fachschaftslisten (FLÖ) aus der Koalition mit den Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) und dem VSStÖ ausgestiegen und der stellvertretende ÖH-Vorsitzende Desmond Grossmann (FLÖ) hat sein Amt zurückgelegt. Damit verfügen GRAS und VSStÖ (je 13 Mandate) über keine Mehrheit mehr in der 55-köpfigen ÖH-Bundesvertretung. Die mit 15 Mandaten stärkste Oppositionsfraktion, die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG), hat darauf hin Abwahlanträge gegen ÖH-Chefin Adrijana Novakovic (GRAS) und ihre zweite Stellvertreterin, Dora Jandl (VSStÖ), eingebracht.

Der VSStÖ erklärte nun in einer Aussendung, dass die GRAS in der Verantwortung seien, eine Mehrheit zu finden, aber dies nicht geschafft hätten. "Statt der Interessen der Studierenden stand das Image des grünen Regierungsteams im Vordergrund, notwendige Kritik wurde blockiert", erklärte Jandl, die nun ebenfalls ihr Amt als stellvertretende Vorsitzende zurückgelegt hat. "Es schmerzt, dass die GRAS nach Jahren erfolgreicher, linker Studierendenvertretung die gute Zusammenarbeit nicht mehr möglich macht", so Jandl.

GRAS: VSStÖ lässt Studenten im Stich

Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) werfen dem VSStÖ mit seinem Ausstieg aus der Exekutive der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) vor, "die Studierenden im Stich zu lassen". ÖH-Vorsitzende Adrijana Novakovic (GRAS) zeigte sich über den Schritt des ehemaligen Koalitionspartners "erschüttert".

"Nach dem Koalitionsbruch im Juni zeigt der VSStÖ jetzt endgültig, dass ihnen die Anliegen der Studierenden egal sind. Ein solcher Verrat an den Studierenden ist für uns erschreckend", so Novakovic in einer Aussendung. Die GRAS würden mit allen gesprächsbereiten, demokratischen Fraktionen über eine Zusammenarbeit verhandeln.

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