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Pflege-Schulversuch im Ministerrat

15.01.2020

Im zweiten Ministerrat der türkis-grünen Regierung steht ein Schulversuch zur Pflege-Ausbildung auf der Tagesordnung. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) zeigte sich vor Beginn der Regierungssitzung überzeugt, mit dem Schulversuch eine "ganz wesentliche Maßnahme" zu setzen.

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sagte beim "Doorstep" im Kanzleramt, zwar habe man sich vorgenommen, "effizient aufs Sparen zu schauen", man werde aber "genau dort, wo offenkundig mehr (Personal, Anm.) gebraucht wird, auch mehr zur Verfügung stellen".

Der Schulversuch im Pflegebereich werde mit dem 15. Jänner in den Bildungsdirektionen ausgeschrieben, sagte Faßmann. Man habe bereits interessierte Schulen in Aussicht, betonte er. Vorgesehen ist, dass der Schulversuch schon im September startet. Er soll Interessenten ab 15 Jahren offen stehen und mit Matura abschließen. In diesem Schulversuch sollen 100 bis 150 Personen an mehreren Standorten in Österreich einbezogen werden, nach einem Jahr soll er evaluiert werden.

Zugeknöpft gab sich Faßmann zum Thema der Ausweitung des Kopftuchverbots auf Lehrerinnen, wie es Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) als "möglichen nächsten Schritt" in den Raum gestellt hatte. Er verwies lediglich auf die nun geplante und in Umsetzung befindliche Ausweitung des Kopftuchverbotes für Schülerinnen bis 14 Jahre. Gefragt zur "persönlichen Meinung" von Justizministerin Alma Zadic, die sich im ORF-Report kürzlich grundsätzlich für öffentliche Räume ohne religiöse Symbole ausgesprochen hatte, gleichzeitig aber angemerkt hatte, dass dies nicht mehrheitsfähig sei, sagte Faßmann, die Kreuze in den Klassen "werden dort bleiben", auch gebe es ja ein entsprechendes Urteil des Verfassungsgerichtshof, so der Minister.

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