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Pflege: FPÖ gegen Schulversuch und gegen Versicherung

15.01.2020

Die FPÖ lehnt den von der türkis-grünen Regierung im Ministerrat auf den Weg gebrachten Schulversuch zur Pflegeausbildung ab. Klubobmann Herbert Kickl und Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch wandten sich in einer Pressekonferenz gegen die vorgesehene Matura und meinten, man solle die Ausbildung nicht weiter "akademisieren". Auch die angedachte Versicherungslösung zur Finanzierung lehnt die FPÖ ab.

Belakowitsch fordert eine Ausbildungsoffensive in der Pflege, um dem Personalmangel entgegenzuwirken. Der Schulversuch sei aber nicht der richtige Weg, er werde den Personalmangel auch nicht ausreichend lösen können. Belakowitsch und Kickl verwiesen darauf, dass Schulversuche bisher bis zu zehn Jahre gedauert und nur wenig gebracht hätten. Statt des Abschlusses mit Matura fordert die FPÖ eine "niederschwellige" Ausbildung. Konkret favorisiert die FPÖ eine Pflegelehre.

Unklarheiten bei Finanzierung

In Sachen Finanzierung der Pflege ist für Belakowitsch noch vieles unklar. Wenn die angedachte Versicherung eine Sozialversicherung sei, dann ist für die Sozialsprecherin offen, wie diese gespeist werden soll und auch welche Ansprüche man daraus erwirbt. Sie befürchtet jedenfalls, dass die "Schwächsten" davon nicht profitieren werden, sondern erneut "zur Kassa gebeten" werden.

Die FPÖ-Sozialsprecherin tritt dafür ein, die Reform der Pflege und des Gesundheitswesens "Hand in Hand" anzugehen. Wenn man die Zahl der Akutbetten in den Spitälern auf EU-Niveau senken und in Pflegebetten umwandeln würde, könnten bis zu 3,7 Milliarden Euro eingespart werden.

Die von der Gewerkschaft in den Kollektivvertragsverhandlungen für die Sozialwirtschaft geforderte 35-Stunden-Woche erachtet die FPÖ nicht als sinnvoll, um den Beruf attraktiver zu machen. Besser geeignet seien hier leistungsgerechte Gehälter.

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