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v.l.n.r.: Schauer (Uni Wien), Viehböck (Berndorf AG), Hofer (B&C) © Anna Exinger
v.l.n.r.: Schauer (Uni Wien), Viehböck (Berndorf AG), Hofer (B&C) © Anna Exinger

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Rückblick: Kamingespräch mit Dipl. Ing. Franz Viehböck am 25.01.2019

04.02.2019

Die Kamingespräche des postgradualen Universitätslehrgangs "Familienunternehmen und Vermögensplanung (LL.M.)" sind ein exklusives Event, welches den LehrgangsteilnehmerInnen ermöglicht, über den Tellerrand zu blicken und sich auch von bekannten Persönlichkeiten und ihren Werdegängen inspirieren zu lassen. Gastgeber und Mitorganisator ist die B&C Privatstiftung mit ihrem Sitz im Palais Ephrussi. Dieses vom berühmten Ringstraßenarchitekten Theophil Hansen entworfene Prunkbauwerk wurde zuletzt über das Buch von Edmund de Waal "Der Hase mit den Bernsteinaugen" wieder neu entdeckt.

Sein Doktoratsstudium abbrechen, um an einem Weltraumprojekt teilzunehmen? Warum nicht? Dipl. Ing. Franz Viehböck, der Gast des Kamingespräches am 25.01.2019 im Palais Ephrussi, hat es gewagt. Am 2. Oktober 1991 war er mit an Bord der Sojus TM-13 und 2020 wird er Chef der Berndorf AG.

Ein klares Ziel vor Augen zu haben, ist für Franz Viehböck ganz wichtig. Man entwickelt dann die Energie, die Dinge zu machen, um dieses Ziel zu erreichen. Der gebürtige Wiener hat Elektrotechnik an der TU abgeschlossen und sich vor dem Abschluss seiner Doktorarbeit entschlossen, am Wettbewerb um eine Kosmonauten-Ausbildung im russischen Juri-Gagarin Training Center teilzunehmen. Er wurde auch unter vielen Kandidaten ausgewählt. Zwei Jahre hat das Training für das sowjetisch-österreichische Weltraum-Projekt "Austromir" gedauert. Als bis dato einziger Österreicher verbrachte er neun Tage im All auf der Weltraumstation "Mir". Das zweijährige Training hat mit dem Erwerb der Kenntnisse der russischen Sprache begonnen und war dermaßen intensiv und umfangreich, dass - wie Viehböck während des Kamingespräches feststellte - der Raumflug selbst etwas langweilig war.

Profitiert hat Franz Viehböck von seinen "Astronauten-Jahren" viel. Seine Erfahrungen im Stress- und Teammanagement hat er später auch in der Theorie vertieft. Viele interessante Menschen als auch Firmen, die er weltweit kennen gelernt hat, sind das Kapital, aus welchem er mit vollen Händen schöpfen kann. Neben seiner internationalen Tätigkeit für die Boeing Company als Director for International Business Development, Europa-Verantwortlicher für den Bereich "Space & Communications" und Country Director von Boeing in Österreich, wurde er 2001 auch der Technologiebeauftragte des Landes Niederösterreich. Im Jahr 2002 stellte er sich auch einer neuen Herausforderung und wurde zum Geschäftsführer bei Berndorf Band. Seit 2008 ist er Mitglied des Vorstandes der Berndorf AG - einer Firmengruppe aus mehreren mittelständischen Technologieunternehmen, dessen Vorsitz er 2020 übernehmen wird.

Mit seiner vielseitigen internationalen Erfahrung engagiert er sich in Marktnischen und Themenbereichen, in welchen er sich wohl fühlt und den Markt versteht. Als weltoffener und neugieriger Mensch hat er noch Einiges vor und wird uns, wie auch damals seinen Doktorvater, bestimmt noch überraschen. Wir bedanken uns herzlich für das spannende Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Kontakt:
Mag. Anna Exinger
Universität Wien
Postgraduate Center
fuv.llm@univie.ac.at
www.postgraduatecenter.at/fuv
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