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FPÖ will in Sachen Matura mehr Autonomie für die Schulen © APA (dpa)
FPÖ will in Sachen Matura mehr Autonomie für die Schulen © APA (dpa)

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Schule - Bildungsdirektor und Elternvertreter fordern Perspektive

31.03.2020

Der Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer fordert ebenso wie Elternvertreterinnen eine klare Perspektive, wie lange die Schulen wegen der Coronakrise geschlossen bleiben. "Man muss eine zeitliche Perspektive definieren, um den Eltern und auch den Schulen eine gewisse Planungssicherheit zu geben", sagte Himmer im Ö1-"Morgenjournal". Die FPÖ will heuer eine Aussetzung der Zentralmatura.

Es brauche "Klarheit, wie das Schuljahr in diesen kommenden Wochen und Monaten aussehen soll", ergänzte Himmer. Dieses "In-den-Tag-Hineinarbeiten" sei für Familien sehr stressig und auch angesichts der nötigen Ausstattung etwa mit Laptops eine große Herausforderung.

Himmer erklärte, dass in der Überbrückungszeit in den Schulen die Kinder nicht nur betreut werden, sondern auch Unterrichtsstoff vertieft und wiederholt würde. Sollte diese Phase länger dauern, "muss man sich Gedanken machen", was im Bildungsministerium auch geschehe.

Keine "Schule der zwei Geschwindigkeiten"

"Es darf nicht eine Schule der zwei Geschwindigkeiten werden", betonte Himmer. "Es darf nicht sein, dass die, die in der Schule sind, mehr bekommen, besser dran sind als die, die zuhause sind." Denn dann würde im Herbst eine Situation entstehen, wo Schüler ganz unterschiedliche Chancen und Voraussetzungen haben.

Elternvertreterinnen verweisen darauf, dass künftig mehr Kinder in den Schulen betreut werden müssten, wenn die Geschäfte vor den Schulen geöffnet werden, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bekanntgab. Evelyn Kometter, Vorsitzende des Dachverbands der Elternvereine an Pflichtschulen, sagte: "Wir vermuten natürlich, dass dann auch mehr Schüler in den Schulen betreut werden müssen, wenn die Eltern wieder ihren täglichen Ablauf haben an ihren Arbeitsplätzen."

Unterricht mit Mundschutz

Die Vorsitzende des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen (BEV), Elisabeth Rosenberger, kann sich Unterricht in den Schularbeitsfächern und mit Mundschutz vorstellen. "Wenn man in Geschäften einkaufen darf mit dieser Mundschutzmaske, warum soll dann nicht auch Unterricht stattfinden, also nicht für die ganze Schule, aber für einzelne Klassen?", fragte Rosenberger. Möglich wäre dies laut ihr auch in Maturaklassen, die sogar kleiner als normale Schulklassen seien. "

Die FPÖ verlangt in Sachen Matura mehr Autonomie für die Schulen. "Die Schulen wissen meist ganz genau, wie sie mit der Situation vor Ort am besten umgehen", so Unterrichtssprecher Hermann Brückl in einer Aussendung. Die Zentralmatura soll daher ausgesetzt und den Schulen die Möglichkeit gegeben werden, die Reifeprüfungen nach ihren Bedürfnissen selbst zu handhaben - sowohl zeitlich als auch beim Prüfungsstoff. "Unumgänglich ist es jedoch, endlich eine Entscheidung zu fällen und für Gewissheit zu sorgen."

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