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Schule - Direktoren wehren sich gegen "sinnlose Zusatzbelastung"

18.05.2020

Die Sprecher der Direktoren an AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) haben das Bildungsministerium per offenem Brief dazu aufgefordert, auf ein "Monitoring zu den Schulöffnungen" zu verzichten. Dieses Tool werde in der "äußerst intensiven Phase des Hochfahrens des Präsenzunterrichts" von den Direktoren als "sinnlose und deshalb unzumutbare Zusatzbelastung" empfunden.

Für das Monitoring sollen die Schulen künftig jeden Freitag eine umfangreiche Abfrage zu An- und Abwesenheiten von Lehrern und Schüler ausfüllen. Für die Direktoren-Sprecher Isabella Zins (AHS) und Franz Reithuber (BMHS) ist allerdings nicht nachvollziehbar, was diese Daten im Fall einer Coronavirus-Infektion bringen sollten. Immerhin werde von den Schulverwaltungsprogrammen automatisch erfasst, welche Lehrer welche Schüler in welchem Raum unterrichtet haben. Auch bezüglich der Schutzausrüstung gebe es regelmäßige Abfragen aus den Bildungsdirektionen und hier sei man mit der Logistik der Versorgung zufrieden. "Wir ersuchen Sie daher dringend um einen sofortigen Stopp dieses aus unserer Sicht völlig missglückten Instruments", appellieren die beiden an Minister Heinz Faßmann (ÖVP).

Wiener AHS-Direktorinnen und -Direktoren haben unterdessen in einem "Offenen Video-Brief" auf Youtube (http://go.apa.at/NZdZfRCz) Faßmanns Management der Maßnahmen zur Schulwiederöffnung mit einem Griff ins Klo verglichen. Schlechte Kommunikation und widersprüchliche Verordnungen hätten eine verlässliche Planung behindert, Autonomie werde den Schulen nur bei "unangenehmen Entscheidungen" zugestanden. "Sie delegieren die falschen Entscheidungen!", heißt es zu einem Bild auf einem Klodeckel, das Faßmann beim Anlegen eines Mund-Nasen-Schutzes zeigt. Die Forderung der Wiener AHS-Leiter: "Wir wollen pädagogische Autonomie! Nicht mehr Bürokratie."

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