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NEOS wünschen sich Aus für die Maskenpflicht und Bewegung im Freien © APA (dpa)
NEOS wünschen sich Aus für die Maskenpflicht und Bewegung im Freien © APA (dpa)

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Schule - NEOS drücken bei Öffnung aufs Tempo

19.05.2020

Die NEOS sehen Handlungsbedarf, die Schulen trotz Coronakrise rasch wieder in Richtung Normalbetrieb zu bringen und gleichzeitig die gemachten Erfahrungen - etwa beim Distance Learning - zu nutzen. Parteichefin Beate Meinl-Reisinger forderte erneut, die Volksschulen ab Juni und alle anderen ab Herbst wieder voll zu öffnen, wenn auch mit mehr "digitaler Schule" für die Älteren.

Seit den Schulschließungen im März bis zum Schulbeginn im September kämen die Kinder gerade einmal auf 14 bis 15 Unterrichtstage, kritisierte sie. Dies sei viel zu wenig, vor allem im Wissen, dass ein Fünftel der Schüler zuletzt gar nicht mehr erreicht worden sei. Unverständnis äußerte die NEOS-Chefin auch an der nun geltenden "militärisch anmutenden Disziplin" in den wieder geöffneten Schulen und sprach sich erneut gegen die Maskenpflicht für die 6- bis 14-Jährigen aus.

"Evidenzbasiertes Handeln" und kluge Teststrategie nötig

Für Meinl-Reisinger geht es darum, evidenzbasiert zu handeln. Studien und die Erfahrungen vieler Länder zeigten, dass Kinder beim Coronavirus großteils milde Verläufe hätten und kaum ansteckend seien. Was es brauche, sei eine kluge Teststrategie und eine "Fast Lane" für Pädagogen.

Kurzfristig wünschen sich die NEOS neben dem Aus für die Maskenpflicht und den Volksschulnormalbetrieb im Juni auch das Öffnen von Sportplätzen, um Bewegung im Freien zu ermöglichen. Im Sommer soll es in einer "Operation Chancenfairness" zwei Wochen "Summer School" als individuelles Förderprogramm geben. Sommercamps sollen angeboten, kürzere Schließzeiten der Kindergärten durch ein Sonderbudget ermöglicht werden, ergänzte Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre. Zudem soll es Lehrerfortbildung für die Digitalisierung geben.

Im Herbst wünschen sich die NEOS einen verbindlichen Stufenplan für einen besseren Betreuungsschlüssel im Kindergarten, die maximale Gruppengröße soll auf 15 Kinder reduziert werden. Im Schulbereich soll ein "Chancen-Aufholprogramm" mit Ergänzungsunterricht und psychosozialer Unterstützung dafür sorgen, dass jene Kinder wieder den Anschluss finden, die man in den vergangenen Monaten verloren habe.

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