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Bildungssysteme gehen weltweit massiv zu E-Learning über © APA (dpa)
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Schule - OECD: In 138 Staaten landesweit geschlossen

03.04.2020

In 138 Staaten haben die Schulen derzeit landesweit aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Das geht aus Daten der OECD hervor. In diesen Ländern würde ansonsten fast die Hälfte aller Schüler weltweit in die Schule gehen.

Darüber hinaus haben weitere Länder den Schulunterricht nur in bestimmten Städten und Regionen ausgesetzt. Würden auch hier die Schließungen aufs ganze Land ausgeweitet, wären Millionen weitere Kinder und Jugendliche betroffen.

Gleichzeitig warnt die OECD davor, dass Schulschließungen weitreichende Folgen haben - nicht nur für Schüler, sondern auch für die Allgemeinheit. "Dazu gehören Stress und Angstzustände, gegebenenfalls auch eine schlechtere Ernährung für jene, die auf Schulspeisungen angewiesen sind, sowie Produktivitätseinbußen, weil Einzelpersonen und Familien sich zu Hause in Isolation begeben müssen."

Staaten müssten nun darauf achten, dass ihre Maßnahmen "eine Vertiefung der Bildungsungleichheit und der sozialen Ungleichheit verhindern". Da die Bildungssysteme massiv zu E-Learning übergehen, wirke sich die digitale Kluft bei der Internetanbindung, dem Zugang zu Geräten und dem Kompetenzniveau verstärkt aus. "In begünstigten Familien haben die Eltern beispielsweise mit höherer Wahrscheinlichkeit bessere digitale Kompetenzen und können ihre Kinder beim Lernen unterstützen. Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Familien fehlt diese Unterstützung häufig und sie laufen Gefahr, weiter zurückzufallen."

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