Bildung

(v.li.:) Werner Kogler, Sebastian Kurz und Heinz Faßmann © APA (Punz)
(v.li.:) Werner Kogler, Sebastian Kurz und Heinz Faßmann © APA (Punz)

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Schule - Regierung kündigt 2,4 Mrd. Euro-Bauprojekte für 10 Jahre an

13.05.2020

Die Regierungsspitze hat ein 2,4 Mrd. Euro schweres Investitionspaket für den Aus- und Umbau von Schulgebäuden in den nächsten zehn Jahren angekündigt. Damit soll auch ein Beitrag geleistet werden, um die Investitionen anzukurbeln, erklärte dazu Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am 13. Mai nach der Ministerratssitzung.

Ziel dieses Schulentwicklungsplanes sei es, neu zu bauen, hinzuzubauen und auch die Digitalisierung an den Schulen voranzutreiben, so Kurz. "Das ist auch ein Konjunkturmotor für die regionale Wirtschaft. Es geht um 270 Bauprojekte in ganz Österreich."

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) wies darauf hin, dass auch ökologische Aspekte berücksichtigt werden sollen. Als Beispiel nannte er das Ziel, noch bestehende Ölheizungen durch ökologisch vertretbare Konzepte auszutauschen - etwa durch den Einsatz von Photovoltaik oder Geothermie.

Plan nicht starr, sondern flexibel

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sagte dazu, der Plan sei nicht starr, sondern flexibel. "Angesichts des langen Planungszeitraums sind Nachjustierungen geplant und erlaubt. Was bleibt, ist die Summe, die wir für das Projekt reserviert haben." Bei den Neubauten orientiere man sich an der demografischen Entwicklung.

Man wolle durch die baulichen Tätigkeiten auch die Voraussetzung für ganztägige Schulformen im Unterstufenbereich schaffen, sagte Faßmann. Auch wies er auf die Digitalisierungspläne hin: "Wir wollen haben, dass jede Schule an ein leistungsfähiges Glasfasernetz angeschlossen ist. Überall in der Schule soll WLAN vorhanden sein." Und auch Faßmann wies auf die Bedeutung für die Wirtschaft hin: "In dieser Situation zu sagen, man bekenne sich zu Investitionen in den Schulbau, das ist extrem wichtig für die regionale Bauwirtschaft" - und für alle jene Unternehmen, die an dem Schulbau beteiligt sind.

Neubauten vor allem in Wien, Linz, Graz

Mit dem neuen Schulentwicklungsprogramm (SCHEP) wird festgelegt, wo welche Bundesschulen (AHS bzw. berufsbildende mittlere und höhere Schulen) neu gebaut, saniert oder erweitert werden. Grundsätzlich gilt: Ausbau kommt vor Neubau - neue Schulbauten entstehen vor allem in Wien, Linz, Graz bzw. im Speckgürtel rund um die Bundeshauptstadt.

In Wien sollen etwa bis 2030 sechs neue AHS-Bauten realisiert werden - Langformen am Nordwestbahnhof (Leopoldstadt), beim Eurogate (Landstraße), in Rothneusiedl (Favoriten), An den Eisteichen (Meidling) sowie in der Winkeläckerstraße (Floridsdorf) sowie ein Sport-Oberstufenrealgymnasium beim Austria-Stadion (Favoriten). Dazu kommen ein HTL-Neubau in der Brünnerstraße (Floridsdorf) sowie eine neue Handelsakademie/Handelsschule im Süden Wiens noch ohne konkrete Ortsangabe.

In Oberösterreich entstehen zwei neue AHS-Langformen in Linz-Umgebung (ohne konkrete Ortsangabe - eine südlich, eine westlich von Linz) sowie je ein Oberstufen-Realgymnasium in Linz-Umgebung (ohne konkrete Ortsangabe im Norden von Linz) bzw. in Steyr. Ebenfalls geplant ist eine neue HTL entweder im Linzer Umland, Wels oder Steyr.

Fünf neue AHS-Bauten in NÖ

Für Niederösterreich sind fünf neue AHS-Bauten (alle Langform) aufgelistet - in Tullnerbach (Expositur des BG/BRG Purkersdorf), in Klosterneuburg sowie drei noch ohne konkrete Ortsangabe (je eine nördlich, südlich und nordöstlich von Wien).

In der Steiermark entstehen drei neue AHS-Langformen - zwei in Graz (Reininghausgründe bzw. Graz Süd) sowie eine im östlichen Umland der Landeshauptstadt. Dazu kommt noch eine Bildungsanstalt für Elementarpädagogik ebenfalls in der östlichen Grazer Umgebung.

In Tirol soll im Umland Innsbrucks ein Oberstufenrealgymnasium gebaut werden, in Vorarlberg wird in Dornbirn neben der bestehenden HTL ein Sport-Oberstufenrealgymnasium errichtet. Keine Neubauten geplant sind in Kärnten, Salzburg und im Burgenland.

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