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Christian Smoliner vom BMBWF ist einer der "Geburtshelfer" des Programms © APA-Science (Thaler)
Christian Smoliner vom BMBWF ist einer der "Geburtshelfer" des Programms © APA-Science (Thaler)

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"Sparkling Science": Trotz positiver Bilanz vorerst kein Folgeprogramm

07.10.2019

Forscher und Schüler gemeinsam an aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen arbeiten zu lassen, war das Ziel der im Jahr 2007 gestarteten Initiative "Sparkling Science". Nach insgesamt 299 Projekten läuft das Programm nun aus. Das Resümee der Beteiligten fiel beim "Sparkling Science"-Kongress in Wien überaus positiv aus, allerdings ist derzeit keine Fortsetzung in Sicht.

Vonseiten des Wissenschaftsministeriums (BMBWF) hieß es, es sei "geplant, Umsetzungsmöglichkeiten - inhaltlich, organisatorisch, budgetär - für ein Folgeprogramm zu sondieren". Die erfolgreichen Methoden und gewonnenen Erkenntnisse aus "Sparkling Science" würden auch in zahlreichen anderen Programmen und Projekten berücksichtigt und weiterverwendet. So fördere man beispielswiese die Zusammenarbeit von Schulen und Wissenschaft im Kontext der Klimakrise mit 750.000 Euro.

Für "Sparkling Science" sind insgesamt rund 35 Mio. Euro an Fördermitteln geflossen, so Petra Siegele vom Österreichischen Austauschdienst (OeAD), der das Programm für das BMBWF koordiniert. Hochwertige Forschung sei mit voruniversitärer Nachwuchsförderung erfolgreich verbunden worden. Mehr als 95.000 Schüler, über 4.200 Forscher sowie knapp 2.600 Lehrkräfte haben sich den Angaben zufolge im Lauf der Jahre beteiligt.

Es sei gelungen, "die Barrieren zwischen den institutionellen Tankern Bildung und Forschung abzubauen und Anreize für eine dauerhafte Vernetzung zu setzen", betonte Adelheid Biesecker, Vorsitzende des wissenschaftlichen Kuratoriums "Sparkling Science", die in dem Programm ein Reallabor für neue Formen der Kooperation sieht.

"Programm ist kein Papiertiger geblieben"

Eine "persönliche Liebeserklärung" für "Sparkling Science" gab "Geburtshelfer" Christian Smoliner vom BMBWF ab. Er sieht in Wissenschaft und Bildung "kongeniale Partner" und verweist auf die mutigen Beteiligten, die dazu beigetragen hätten, "dass das Programm kein Papiertiger geblieben ist. Es geht um das Herzblut". Beim Kongress solle auch über das Erbe von "Sparkling Science" diskutiert werden.

Dass "Sparkling Science" tatsächlich maßgeblich zur Stärkung der Forschungs-Bildungs-Kooperationen beigetragen hat, bestätigte auch Brigitte Tiefenthaler von der Technopolis Group Austria. Sie verweist in der Evaluierung der institutionellen Wirkung des Programms auf die breite Mobilisierung der wesentlichen Zielgruppen. Außerdem seien viele bis heute bestehende Partnerschaften und Netzwerke entstanden.

"Die Perspektive für die Zukunft fehlt"

Allerdings: "Die Perspektive für die Zukunft fehlt", so Tiefenthaler. Es sei zwar der Wille vorhanden, nicht aber die notwendige Finanzierung. "Das schadet, weil hier Möglichkeiten beschränkt werden." Denn trotz der Fülle an Forschungsförderungsprogrammen in Österreich gebe es für die Art der Zusammenarbeit, die "Sparkling Science" fördert, kaum Alternativen.

Bei "Sparkling Sciene" konnten Projektanträge aus allen Forschungseinrichtungen eingereicht werden. Die durchschnittliche Laufzeit liegt bei 25 Monaten, das Budget bei rund 5.800 Euro im Monat. Insgesamt haben seit 2007 sechs Ausschreibungen stattgefunden. Die längsten der geförderten Projekte laufen bis Ende Dezember 2019.

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