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Sprachförderung: Ministerium verweist auf Maßnahmen

08.10.2019

Das Bildungsministerium verweist nach der Untersuchung des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie) über die Auswirkungen diverser Initiativen auf die Leseleistung von Volksschülern auf danach getroffene Maßnahmen. So gebe es etwa künftig ein einheitliches Feststellungsinstrument für den Sprachförderbedarf im Kindergarten bzw. schon jetzt die Deutschförderklassen.

In der Analyse zeigten Bifie-Forscher, dass die ab 2007 erfolgte Senkung der Klassenschülerhöchstzahl zu keiner Steigerung der Leseleistung geführt hat. Von sprachlicher Frühförderung (2008), Gratis-Pflichtkindergarten sowie den Bildungsstandards (je 2010) profitierten wiederum nur einheimische Kinder, nicht aber Migranten.

Künftig soll die sprachliche Frühförderung im Kindergarten bereits bei Vierjährigen (bisher Fünfjährigen) einsetzen. "Dieses Mehr an Investitionen in die frühe sprachliche Förderung dient als bessere Vorbereitung auf die Schule", so Bildungsministerin Iris Rauskala in einer Stellungnahme. Außerdem sieht die neue 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern ein höheres Qualifikationsniveau für Kindergartenpersonal in der Sprachförderung (Sprachkenntnisse auf C1-Niveau, Absolvierung eines Lehrgangs für sprachliche Frühförderung) sowie ein Mindestmaß an Fort- und Weiterbildungstagen vor.

Am Übergang zwischen Kindergarten und Schule ist mittlerweile eine bessere Kooperation der beiden Einrichtungen vorgesehen - etwa durch ein Übergabeblatt mit Informationen zur bisherigen Sprachförderung. Rauskala betont auch Maßnahmen an den Schulen, von Deutschförderklassen und -kursen zum raschen Erwerb der Sprache über verpflichtenden Förderunterricht bis hin zur individuellen Kompetenz- und Potentialmessung. "Geplant ist auch eine stärkere Verankerung der Leseförderung durch das übergreifende Thema "Sprachliche Bildung" in den neuen Lehrplänen."

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