Bildung

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Ungarische Schüler demonstrierten gegen Orbans Bildungspolitik

02.09.2019

In Ungarn haben am 31. August Schüler gegen die Bildungspolitik des rechtsnationalen ungarischen Premiers Viktor Orban demonstriert. An dem von Gymnasiasten organisierten Protest auf dem Kossuth-Platz in Budapest nahmen laut Organisatoren rund tausend Menschen teil. Dabei wurde für den 13. September ein landesweiter Schüler-Streik angekündigt.

An der Demonstration nahmen Schüler, Lehrer, Eltern und Großeltern teil. Der Protest richtete sich gegen Eingriffe der Regierungspartei Fidesz durch eine Änderung des Gesetzes für Bildung und Erziehung. Für Kritik sorgt unter anderem die Einschränkung der Fach-Autonomie an Bildungs- und Erziehungseinrichtungen, die Abschaffung von Alternativplänen im Bildungsbereich und die Ernennung von Direktoren ausschließlich durch den Staat.

Die Organisatoren des Protests fordern eine Mitsprache der Lehrer bei der Direktorenwahl, eine Erhöhung staatlicher Gelder für Bildung und Erziehung und bessere Lehrergehälter. Der Vorsitzende der Demokratischen Pädagogen-Gewerkschaft Tamas Szücs lobte die Initiative und den Mut der Gymnasiasten und kritisierte zugleich, dass die Regierung ohne jegliche fachliche Abstimmung mit Pädagogen, Schüler- und Fachorganisationen sowie Interessenvertretungen die Modifizierung des Gesetzes durch das Parlament "gepeitscht" habe.

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