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Uni Graz und Boku sind unter den ersten European Universities

26.06.2019

Die Entscheidung für die ersten European Universities ist gefallen: 17 Netzwerke aus 24 EU-Mitgliedsstaaten werden in der ersten Ausschreibungsrunde mit 85 Mio. Euro gefördert. Unter den 114 an den European Universities beteiligten Hochschulen sind mit der Universität Graz und der Universität für Bodenkultur (Boku) auch zwei österreichische Unis vertreten, hieß es in einer Aussendung.

Die Uni Graz bildet mit Universitäten in Granada, Leipzig, Padua, Bergen, Vilnius und Lyon die europäische Hochschulallianz ARQUS. Die Allianz hat sich u.a. schrankenlose Mobilität von Studenten und Lehrenden, wissenschaftlichen Fachkräften und anderen Mitarbeitern sowie gemeinsame Projekte und Initiativen für ein gemeinschaftliches globales Engagement vorgenommen. Die Boku hat sich mit Unis aus Freiburg, Karlsruhe, Thessaloniki, Straßburg, Mülhausen, Amsterdam und Posen zum Netzwerk EPICUR zusammengetan.

Die Netzwerke sollen nun laut Europäischer Kommission gemeinsame Lehrpläne und Module erstellen. Studenten einer Europäischen Universität sollen einen europäischen Abschluss erwerben können, wobei sie ihr Studium individuell gestalten und selbst entscheiden können sollen, was sie wo und wann studieren. Bei der ersten Ausschreibung hatten sich 54 Netzwerke beworben.

"Orte pädagogischer Neuerung"

Die European Universities gehen auf eine Idee von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zurück. Er wollte als Gegengewicht zu den renommierten US-Unis bis 2024 mindestens 20 europäische Universitäten gründen, "die ein Netzwerk von Universitäten aus mehreren Ländern Europas bilden und die einen Studienverlauf schaffen, in dem jeder Studierende auch im Ausland studieren kann und die Orte pädagogischer Neuerung und exzellenter Forschung sind". Die EU-Kommission und die Mitgliedsländer haben den Vorschlag aufgegriffen.

In der aktuellen Pilotphase sollen die ersten Unis laut Aussendung des Österreichischen Austauschdienstes OeAD Modelle zur Umsetzung des Konzepts testen, eine zweite Ausschreibung soll im Herbst folgen. Im Rahmen der nächsten Erasmus-Programmgeneration ab 2021 sollen die "Europäischen Universitäten" fixer Bestandteil des EU-Programms werden.

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