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Die Plattform enthält Material in sieben Sprachen © www.eternalechoes.org
Die Plattform enthält Material in sieben Sprachen © www.eternalechoes.org

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Unis und Museen mehrerer Länder starten Lernplattform zum Holocaust

01.10.2019

Universitäten, Museen und NGOs aus Litauen, Polen, Rumänien, Schweden, Ungarn und Österreich haben sich mit der Frage beschäftigt, wie man Schülern und Studenten jene Entwicklungen vermitteln kann, die unter der NS-Herrschaft zum Holocaust und zum Genozid an Roma und Sinti geführt haben. Ergebnis ist die von der Uni Klagenfurt mitentwickelte Online-Lehrplattform "Eternal Echoes".

Sie enthält Material in sieben Sprachen. Herzstück der Seite sind Zeitzeugen-Videointerviews, in denen Überlebende der Nazi-Gräuel ihre Kindheit, die Zeit in Gettos und Konzentrationslagern, die Befreiung und ihr Leben danach schildern. In der deutschsprachigen Version der Seite kommen neben der österreichischen Holocaust-Überlebenden Grete Stern drei Überlebende des Völkermords an den Roma aus verschiedenen Ländern zu Wort, auf der englischsprachigen Seite sind insgesamt 15 Interviews abrufbar. Dazu kommen noch sechs weitere Videos, in denen Zeitzeugen die Fragen von Schülern beantworten.

Eingebettet sind die Berichte in eine Sammlung aus einführenden Texten, Fotos und Dokumenten. Auch Arbeitsaufträge für den Unterricht liefert die Seite mit: Neben allen Zeitzeugen-Biografien stehen Fragenkataloge. Dazu kommen Übungen, durch die die Schüler sich ein Bild etwa von der Vielfalt jüdischen Lebens in Europa vor der NS-Zeit, die schleichende Aushöhlung der Menschenrechte und die Mechanismen der NS-Propaganda machen oder mögliche Lehren aus dieser Zeit beschreiben sollen. Kernzielgruppe für die Lehrplattform, in deren Erarbeitung auch eine Klagenfurter Schule eingebunden war, sind Schüler zwischen 14 und 17 Jahren. Für Lehrer wird auch ein begleitendes Handbuch angeboten.

Service: https://www.eternalechoes.org

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