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Bildungsdirektion verweist auf Autonomie der Schulen © APA (Techt)
Bildungsdirektion verweist auf Autonomie der Schulen © APA (Techt)

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Unmut über handschriftliche Deutsch-Zentralmatura in OÖ

30.05.2020

Die Zentralmatura unter Coronaregeln sorgt erneut für Aufregung: In Oberösterreich haben sich nun Schüler einiger Klassen beschwert, weil sie die Deutsch-Reifeprüfung nicht wie vorgesehen am Computer schreiben konnten, sondern handschriftlich verfassen mussten. Die Begründung der Schulen: In den Computer-Sälen stehe nicht ausreichend Platz zur Verfügung, um die Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Bisher war es Usus, dass die Zentralmatura in dem Modus geschrieben werden muss, in dem diese geübt wurde. Die jetzt betroffenen Klassen dürften dabei laut einem Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) neben den Deutsch-Übungen während der Heimarbeit auch die Deutsch-Schularbeiten am Computer geschrieben haben.

"Eklatante Ungerechtigkeit"

"Für betroffene Schüler ist es ein klarer Nachteil, wenn sie die Matura nun doch mit der Hand schreiben mussten", sagte ein Schuldirektor zu den OÖN. "Das ist eine eklatante Ungerechtigkeit, die dem Wesen der Zentralmatura widerspricht", beklagten einige betroffene Maturanten und ihre Eltern.

In der Bildungsdirektion Oberösterreich heißt es dazu auf Anfrage der Zeitung: Selbst wenn alle Deutsch-Schularbeiten und die Vorbereitung für die Deutsch-Matura am Computer verfasst wurden, sei es wegen der Ausnahmesituation mit den Corona-Hygienemaßnahmen zulässig, die Deutsch-Zentralmatura ausnahmsweise mit der Hand zu schreiben. Die Entscheidung darüber liege in der Autonomie der Schulen. Nur innerhalb einer Klasse sei ein Mix aus handschriftlicher und computerunterstützter Zentralmatura verboten.

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