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Vize-Rektor der Med-Uni Innsbruck fordert mehr Basisausbildungsplätze

06.07.2018

Der Vize-Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck, Peter Loidl, hat kürzlich anlässlich des Medizin-Aufnahmetests mehr Plätze in der Basisausbildung gefordert. Die Zahl der Absolventen habe in den vergangenen Jahren massiv gesteigert werden können, dadurch könnte es nun aber zu Engpässen in der nach dem Studium zu absolvierenden Basisausbildung kommen, warnte der Vize-Rektor.

"Durch gezielte Maßnahmen war es möglich, die Zahl der Absolventinnen und Absolventen im Fach Humanmedizin um rund 20 Prozent zu erhöhen", erklärte Loidl bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Es würden an den heimischen Universitäten genügend Ärzte ausgebildet und auch der Trend des Abwanderns ins Ausland habe gestoppt werden können, versicherte der Vize-Rektor. Rund 85 Prozent der Absolventen würden nach dem Studium gerne in Österreich bleiben.

"Was uns jetzt mit Sorge erfüllt, ist die Zahl der Basisausbildungsplätze", meinte Loidl. Denn die Steigerung der Ausbildungsplätze halte mit der Steigerung der Absolventen nicht mit. Um später auch als Arzt arbeiten zu können, müssen alle Absolventen eines Medizinstudiums eine neunmonatige Basisausbildung absolvieren. "Dies ist momentan der Flaschenhals", so der Vize-Rektor.

Teilweise lange Wartezeiten

Immer mehr Absolventen müssten auf diesen Ausbildungsplatz warten - in Ballungszentren wie Wien oft schon mehr als ein Jahr, in Tirol sei die Lage noch deutlich entspannter. Bei einer zu langen Wartezeit würden sich dann aber viele Absolventen für eine Ausbildung im Ausland entscheiden, wo sie meist unverzüglich anfangen können.

Er appelliere deshalb an die Gesundheitspolitik, ein Augenmerk darauf zulegen, dass die Absolventen ohne Wartezeit ihre Basisausbildung in Österreich absolvieren könne, erklärte Loidl. Man müsste hier jedenfalls mehr Geld in die Hand nehmen, um mehr Plätze zu schaffen, forderte der Vize-Rektor.

Wie viele Ausbildungsplätze fehlen, sei jedoch sehr schwer zu eruieren, da es keine österreichweite Koordination gibt. "Wir wissen nicht einmal genau, wie viele Plätze es überhaupt gibt", sagte Loidl. Deshalb wäre auch eine zentrale Koordination der Basisausbildung wünschenswert, um die Situation zu verbessern.

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