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Weitere sieben Schüler in Oberösterreich infiziert

02.07.2020

Weitere sieben Schüler an fünf Schulen und ein Kindergartenkind sind in Oberösterreich positiv auf Covid-19 getestet worden. Insgesamt gab es 257 Erkrankte im Bundesland (Stand 17.00 Uhr). In vier Alters- und Pflegeheimen gab es je einen Fall, berichtete der Krisenstab des Landes.

Dem Cluster "Freikirche" waren mit Stand Donnerstag 15.00 Uhr weiterhin 99 Fälle zuzurechnen. Die Erhebungen im Zuge des Kontaktpersonenmanagements würden weiter sehr intensiv betrieben, hieß es. Die meisten Fälle gab es mit 75 in der Stadt Linz und mit 71 im Bezirk Linz-Land. Insgesamt waren 1.383 Menschen in Oberösterreich in Quarantäne, 16 an Covid-19 Erkrankte wurden in Spitälern behandelt.

Kritik an Schulschließungen von ÖGKJ

Indes kritisierte die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) in einer Aussendung das "reflexartige" Schließen von Schulen und Kindergärten nach dem Bekanntwerden des Freikirchen-Clusters. Das Land hatte die Schließung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in den fünf am meisten betroffenen Bezirken angeordnet.

Es gebe mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Erhebungen, welche belegten, dass Kinder keine Superspreader und damit nicht hauptverantwortlich seien für die Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen. Gleichzeitig würden sich die Berichte über Kollateralschäden und Langzeitfolgen durch soziale Isolation und Bildungsentgang mehren. Die ÖGKJ trat dafür ein, dass weitere Schließungen von Bildungseinrichtungen nur mehr dann erfolgen, wenn diese wissenschaftlich begründbar sind und die Pandemie-Situation dies zwingend erfordert.

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