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Wiener Priesterseminar mit größtem Zuwachs seit Jahren

29.10.2020

Der Beruf des Priesters scheint interessant wie schon länger nicht mehr - zumindest in Ost-Österreich: Das Wiener Priesterseminar verzeichnete heuer den größten Zuwachs seit Jahren. 14 neue Priesteramtskandidaten werden seit diesem Herbst ausgebildet. Die heurige Eintrittszahl steche aus dem allgemeinen Trend im gesamten deutschen Sprachraum deutlich heraus, hieß es in einer Aussendung der Erzdiözese Wien am Donnerstag.

Das Wiener Priesterseminar in der Boltzmanngasse (Bezirk Alsergrund) ist die gemeinsame Ausbildungsstätte für die Erzdiözesen Wien, St. Pölten und Eisenstadt. Mit den Neuzugängen zählt die Einrichtung 52 Kandidaten für das Priesteramt. Der Alteste unter ihnen ist Jahrgang 1946, der Jüngste wurde im Jahr 2000 geboren.

Unterschiedlich sind auch die Biografien der Männer. Es gibt frühere Beamte, Musiker, Chemiker, Führungskräfte in internationalen Unternehmen , Lebensmitteltechniker, Krankenpfleger oder ein Universitätsassistent.

Dauer von sechs bis sieben Jahren

Die Ausbildung zum Priester dauert im Schnitt sechs bis sieben Jahre und ist in mehrere Phasen unterteilt. Fixer Bestandteil ist dabei das Theologiestudium, das in der Regel an der theologischen Fakultät der Universität Wien absolviert wird.

Zunächst gibt es ein Vorbereitungsjahr, dann folgt eine mehrjährige Ausbildungszeit im Seminar, gefolgt von einem "externen Jahr". Bei letzterem lernen die Seminaristen Glaube und Seelsorge in anderen europäischen oder außereuropäischen Ländern kennen. Nach einer weiteren "internen" Zeit im Seminar und einem "praktisches Jahr", das dazu dient, auch außerhalb des kirchlichen Umfelds Erfahrungen und Kompetenzen zu erwerben, folgt in der Regel die Vorbereitung auf das Diakonat und die Diakonweihe. Im Normalfall erfolgt ein Jahr später die Priesterweihe.

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