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Der Staatsvertrag: Harte Arbeit und viel Glück

12.05.2020

Am 15. Mai 2020 jährt sich die Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages zum 65. Mal. Die Historiker Gerald Stourzh und Wolfgang Mueller haben in jahrelanger Archivarbeit die Hintergründe der Vertragsunterzeichnung erforscht und sind sich einig, dass "Österreich enormes Glück hatte".

Der Abschluss des österreichischen Staatsvertrages am 15. Mai 1955 war nur unter spezifischen Voraussetzungen möglich. Dazu zählen harte Verhandlungen, die Unterstützung Österreichs durch die Westmächte, der bevorstehende NATO-Beitritt Westdeutschlands und ein neuer Kurs der Sowjetunion. Ohne diese Faktoren, aber auch nach der sowjetischen Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes 1956 wäre die Zustimmung Moskaus zumindest kurzfristig fraglich gewesen. Das sind einige der Befunde, die nach Auswertung u.a. österreichischer, deutscher, englischer, französischer, sowjetischer und US-amerikanischer Archivakten, Publikationen und Interviews vorliegen.

"Um Einheit und Freiheit"

Gerald Stourzh, emeritierter Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien, und Wolfgang Mueller, Professor für Russische Geschichte, haben mit Unterstützung des Zukunftsfonds in jahrelanger Arbeit die Archive erforscht. Erste Arbeiten Stourzh' zum Staatsvertrag stammen aus den 1960er Jahren. Von der 1. Auflage bis zur wesentlich umfangreicheren 5. Auflage 2005 war er Alleinautor des klassischen Standardwerks zum Staatsvertrag "Um Einheit und Freiheit". Seit 2000 erforscht Mueller die sowjetische Österreich-Planung und -Politik nach 1945 und publiziert Standardwerke dazu auf Basis sowjetischer Archivdokumente, Politbürobeschlüsse und der Korrespondenz Stalins mit der KPÖ.

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