Kultur & Gesellschaft

Partnermeldung

Die Arbeitsmarktsituation für Personen 50+ in Österreich: Mehr Hoffnungsträger denn Problemgruppe

08.07.2019

Von Ulrich Schuh, WPZ Research

Österreich weist derzeit ein robustes Wachstum der unselbständigen Beschäftigung auf. Bemerkenswert ist dabei, dass aktuell drei Viertel des gesamten Beschäftigungswachstums von Personen im Alter über 50 Jahren stammt. Dieses Phänomen ist Folge demografischer Trends, die zu einer deutlichen Ausweitung des Arbeitsangebots älterer Personen führt, während die Anzahl der Jugendlichen und von Personen im Haupterwerbsalter stagniert bzw. schrumpft. Angesichts der Tatsache, dass sich die Baby-Boom Generation unaufhaltsam dem derzeitigen Zeitpunkt des Pensionsantritts nähert, kommt der Integration von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt erhöhte Bedeutung zu. Eine empirische Analyse der Arbeitslosigkeit nach Altersjahrgängen weist auf einen kausalen Einfluss des Zeitpunkts des Pensionsantritts auf die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit hin. Es ist davon auszugehen, dass Fehlanreize in der Arbeitslosenversicherung zu einer übermäßigen Leistungs-Inanspruchnahme und zu einem massiven Anstieg der Arbeitslosenquoten unmittelbar vor dem Pensionsantritt führen. Dieses Phänomen könnte durch ein Experience Rating Modell in der Arbeitslosenversicherung korrigiert werden. Die gute Performance der Altersgruppe 50+ auf dem Arbeitsmarkt im Zusammenspiel mit den demografischen Trends sollte zum Anlass genommen werden, die erlahmten Anstrengungen zur Anhebung des effektiven Pensionsantrittsalters wiederzubeleben.

Den kompletten Policy Brief lesen sie unter: http://go.apa.at/DGE1Vrb5

Quelle: WPZ

STICHWÖRTER
Forschung  | Pensionen  | Wien  | Wissenschaft  | Arbeit  | Ruhestand  |
Weitere Meldungen Kultur & Gesellschaft
APA
Partnermeldung