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Die Musik macht den Wein

19.12.2017

Musikbegleitung ist in den meisten Lokalitäten gang und gäbe. Wie welche Musik auf die Gäste wirkt, steht im Zentrum einer Studie von Christoph Reuter vom Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien gemeinsam mit deutschen ForscherInnen.

"Herr Ober, noch ein Achterl, bitte!" Warum uns Musik anregt, länger sitzen zu bleiben, weiß Christoph Reuter. Er hat den Einfluss von Musik auf das Ess- und Trinkverhalten untersucht und ein eigenes Modell entwickelt, welche Musikwirkungstypen es gibt.

Der Kontrolltyp sucht sich Lokalitäten gezielt nach der Musik aus und bevorzugt Evergreens oder Live-Musik, jedoch keine aktuelle Popmusik. Bei passender Musik und Ambiente bleibt er länger, gibt jedoch nicht mehr Geld aus. Beim Partytyp muss die Musik ein Mitsingpotential besitzen. Das gemeinsame Singen und Erleben steht hier im Vordergrund, während die Lokalität selbst als auch deren Hygiene vernachlässigbar sind. Auch bei passender Musik zum Mitsingen (aktuelle Pop- und Volksmusik, auch Live-Musik) bleibt er meist nur kurz und zieht dann in die nächste Lokalität, gibt dabei aber vergleichsweise mehr Geld für Getränke aus.

Der Genusstyp möchte mit Hilfe von Musik den Genuss der Gesamtsituation erhöhen. Für ihn ist es wichtig, dass die Musik zum Ambiente passt (aktuelle Popmusik, Evergreens, Live-Musik). Dann bleibt er länger und gibt mehr Geld für Speisen aus. Der Aktivationstyp möchte mit Hilfe von Musik seine eigene Stimmung positiv aktivieren. In Sachen Musik will er lieber keine Experimente wagen, das heißt Klassik und Live-Musik steht er ablehnend gegenüber, während er aus den Medien bekannte Musik (Pop- und auch Volksmusik) bevorzugt. Bei passender Musik gibt er mehr Geld sowohl für Speisen als auch für Getränke aus.

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Univ.-Prof. Mag. Dr. Christoph Reuter
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T +43-1-4277-442 80
mailto:christoph.reuter@univie.ac.at 

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