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Einstein-Brief über österreichischen Antisemitismus wird versteigert

16.05.2019

Ein handgeschriebener Brief des Physikers Albert Einstein aus dem Jahr 1936, in dem er spöttische Bemerkungen über die antisemitische Politik des offiziellen Österreichs macht, soll am heutigen Mittwoch in Jerusalem versteigert werden. Laut der Online-Ausgabe der "Jerusalem Post" wird dafür ein Ergebnis von rund 30.000 Dollar (27.000 Euro) erwartet.

Mit dem Schreiben antwortete Einstein auf einen ihm vom jüdischen Philantropen und Sozialaktivisten Jacob Billikopf zugesandten Zeitungsartikel. In diesem geht es darum, dass die österreichische Regierung angeblich zum Wohle der jüdischen Bürger eine antisemitische Politik verfolge.

"Der Teil über die Haltung der österreichischen Regierung zur Judenfrage ist sehr interessant und plausibel - ein gewisses Maß an 'discrimination', zu unserem Schutz gegen die Volkswut", schrieb der Physiker, und weiter: "Da ist sicher was daran (siehe amerikanische Universitäten)". Die letzte Bemerkung zielt offenbar auf eine an einigen US-Unis etablierte Quote für jüdische Studenten.

Der Mitbesitzer des Auktionshauses Kedem, Meron Eren, meinte, dass der Brief "uns mit Einsteins sarkastischem Humor bekannt macht - einer Seite von ihm, die man bisher noch nicht so häufig registriert hat oder mit ihm in Verbindung bringt."

Service: http://go.apa.at/TvQ1KnZZ

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