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"Gedächtnis Tirols" der Tiroler Landesmuseen für 24 Mio. gebündelt

09.06.2017

24 Millionen Euro hat das neue Sammlungs- und Forschungszentrum in Hall in Tirol gekostet, in das alle elf Depots der Tiroler Landesmuseen noch im Laufe des Jahres übersiedelt werden sollen. Neben logistischen Erleichterungen bringe das vor allem Vorteile für die Kunstwerke und Objekte, hieß es nun bei einem Presserundgang durch das neue Gebäude.

"Ein glücklicher Sachverhalt", meinte Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen, zu der Vereinigung sämtlicher Depots an einen Ort. Wie der Rundgang zeigte, sind die Objekte vor Ort mannigfaltig. Nicht nur Gemälde, derer es nach der vollständigen Übersiedlung 5.000 geben wird, sondern auch alte Radios, Computer oder Bergkristalle finden sich im neu geschaffenen Sammlungs- und Forschungszentrum. Auf den drei Ebenen des Gebäudes, von denen zwei komplett unterirdisch angesiedelt sind, werden darüber hinaus rund eine Million Schmetterlinge verwahrt.

Gebäude aus 150 Einreichungen ausgewählt

Meighörner betonte, dass das Gebäude letztendlich aus rund 150 Einreichungen ausgewählt wurde. Bei der letzten, geheimen Abstimmung sei die Wahl dann einstimmig ausgefallen. Architektonisch präsentiert sich das Gebäude leicht futuristisch und bescheiden zugleich. Nachdem nur die erste Ebene oberirdisch ist, lässt sich die Dimension und Größe von außen nur schwer erahnen. Durch einen Innenhof bekommen jedoch auch die unterirdischen Stockwerke genügend Licht.

Die versammelte Politikerriege war sich einig, dass das Geld gut investiert sei. So sprach Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) etwa davon, dass die Sammlungen das "Rückgrat des Landes" seien und man sogar vom "Gedächtnis Tirols" sprechen könne. Nicht weniger als die "kulturelle Entwicklung" ließe sich an diesen ablesen.

Landesrätin Beate Palfrader (ÖVP), unter anderem für Bildung, Kultur und Denkmalschutz zuständig, betonte die Wichtigkeit der "musealen Knochenarbeit" und die Bedeutung "zu bewahren, zu sammeln und zu forschen". Diese Tätigkeiten hätten nunmehr eine neue Heimstätte gefunden und fänden modernste technische Standards vor.

Die für Hochbau zuständige Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) wiederum strich die Nutzfläche von 14.500 Quadratmetern hervor. Nicht zuletzt habe der Standort auch den Vorteil der "guten Verwahrung" der Bestände, wie Platter ergänzend betonte. "Schäden können so endlich vermieden werden", meinte er abschließend. Immerhin sei alles insgesamt rund eine Milliarde Euro wert. Am 8. September soll das Gebäude, das die "Schatzkiste Tirols" werden soll, feierlich in Betrieb genommen werden.

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