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Gedenkveranstaltung zu Ausschaltung des Parlaments 1933

06.02.2018

Am 4. März jährt sich zum 85. Mal die Ausschaltung des Parlaments im Jahr 1933. Das Ereignis soll bei einer Gedenkveranstaltung am 5. März im Großen Redoutensaal in der Hofburg ins Gedächtnis gerufen werden, in deren Rahmen Wortmeldungen der letzten Nationalratssitzung im März 1933 szenisch durch Studenten des Max Reinhardt Seminars rekonstruiert werden.

"Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ist Grundvoraussetzung dafür, die Zukunft eines Landes gestalten zu können", meinte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) gegenüber der APA. Das Gedenken an die Ausschaltung der parlamentarischen Demokratie im März 1933 sei ihm ein "besonderes Anliegen", um "die Bedeutung des Parlamentarismus für ein friedvolles Zusammenleben zu unterstreichen".

Nach der szenischen Lesung von Wortmeldungen aus den stenografischen Protokollen der letzten Nationalratssitzung im interimistischen Nationalratssitzungssaal findet eine Diskussion mit dem Politikwissenschafter Anton Pelinka und den Historikern Ernst Bruckmüller und Lothar Höbelt statt.

Am 4. März 1933 trat nach einem Streit über eine Abstimmungs-Panne das gesamte Nationalratspräsidium zurück. Die Regierung des Christlichsozialen Engelbert Dollfuß nützte die Situation zur Errichtung einer Diktatur, die 1934 im Bürgerkrieg mit den Sozialdemokraten und in der Errichtung des autoritären "Ständestaates" gipfelte.

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