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Hainburg: 30 Jahre Internationales Symposion Art Carnuntum

11.11.2019

In der Kulturfabrik Hainburg ist das 30-jährige Jubiläum des Internationalen Symposions Art Carnuntum gefeiert worden. In einer Grußbotschaft bezeichnete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) das Symposion als "bedeutenden Hotspot im Land", internationale Kultur werde mit der Geschichte Niederösterreichs verbunden.

Vor 30 Jahren fand mit Unterstützung der Kulturabteilung der Landesregierung im Schloss Petronell das von Piero Bordin gegründete I. Internationale Symposion Art Carnuntum statt. Damit war auch der Grundstein für das alljährlich stattfindende Welt-Theater-Festival gelegt, das seitdem die österreichische Theaterlandschaft u.a. mit internationalen Aufführungen antiker Stoffe in neuer Interpretation und exemplarischen Shakespeare-Produktionen belebt.

Seit elf Jahren befasst sich Art Carnuntum durch das Projekt "Die Kaiser von Carnuntum veränderten die Welt" auch mit dem historischen Kaisertreffen in Carnuntum im Jahr 308 und dessen Auswirkung auf die europäische Kultur. Dies sowie auch das Art Carnuntum Welt-Theater-Festival waren mit ausschlaggebend für die Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels der Europäischen Kommission an Carnuntum, wie Bordin rückblickend resümierte.

Prominente Teilnehmer

Zahlreiche Ehrengäste und Teilnehmer hatte sich zur Feier eingefunden, darunter Vizekanzler a.D. Erhard Busek, Bundesministerin a.D. Karin Kneissl, Bundesminister a.D. Werner Fasslabend, der apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, die griechische Botschafterin Catherine Koika, der türkische Botschafter Ümit Yardim sowie Delegierte aus Izmit (Türkei) - dem antiken Nikomedia, wo im Jahr 311 das Toleranzedikt im Namen aller vier in Carnuntum eingesetzten Kaiser erlassen wurde - und Nis (Serbien), Geburtsort von Kaiser Konstantin.

Bordin sieht im 308 stattgefundenen Kaisertreffen von Carnuntum, das er auch in seinem Theaterstück "The Summit" thematisiert hat, die Grundlage für Religionsfreiheit als eines der wesentlichen Grund- und Menschenrechte. Wie international die politischen und kulturellen Verbindungen schon vor fast zwei Jahrtausenden waren und dabei Gebiete umfassten, die weit über den mitteleuropäischen Rahmen hinausgingen, zeigt Bordin seit drei Jahrzehnten sowohl im Rahmen des Symposiums als auch mit internationalen Theaterproduktionen auf.

Service: Symposion und Welt-Theater-Festival Art Carnuntum, Information: Tel. 0664/3923400, www.artcarnuntum.at

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