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Sommer: "Der Holocaust begann mitten in Wien." © APA
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Holocaust-Gedenktag: Freier Eintritt ins Haus der Geschichte

23.01.2020

Am kommenden Sonntag öffnet das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) in der Neuen Burg bei freiem Eintritt seine Tore. Anlass ist der am Folgetag (27. Jänner) stattfindende Holocaust-Gedenktag. Die sei laut Aussendung ein "klares Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und für die Mitverantwortung Österreichs an den Verbrechen des Nationalsozialismus".

Das hdgö zeigt derzeit die Sonderausstellung "Nicht mehr verschüttet. Jüdisch-österreichische Geschichte in der Wiener Malzgasse", die sich mit Funden aus einem bis vor kurzem verschütteten Kellerraum der ehemaligen Synagoge im 2. Bezirk auseinandersetzt. Gefunden wurden Überreste des weltweit ersten Jüdischen Museums, ebenso wie Wurfbrandsätze der Novemberpogrome.

"Der Holocaust ist zentraler Bestandteil der österreichischen Geschichte. Der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit diesem 'Zivilisationsbruch' hat das hdgö eine eigene Fläche gewidmet - das Alma-Rose-Plateau, das den Altan der Neuen Burg kontextualisiert, wo Adolf Hitler am 15. März 1938 die 'Anschlussrede' hielt", erläutert hdgö-Direktorin Monika Sommer. "Der Holocaust begann mitten in Wien. Von hier aus wurden die Opfer in die Vernichtungsorte deportiert." Die Republik Österreich habe eine "klare Verantwortung, die Geschichtsvermittlung zu stärken, um die Demokratie zu festigen".

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