Kultur & Gesellschaft

Partnermeldung

Klimakrise, Armut, Gerechtigkeit: Was bedeutet die Agenda 2030 für Österreich?

09.10.2019

Ein gutes Leben für alle, das soll mit den 17 Zielen für Nachhaltige Entwicklung erreicht werden. Vier Jahre nach ihrem Beschluss durch die Vereinten Nationen schlägt eine unabhängige Gruppe von 15 Wissenschaftler/innen Alarm: Wenn die Ziele bis 2030 erreicht werden sollen, muss jetzt gehandelt werden. Was der Warnruf für Österreich bedeutet, wird am 15. Oktober an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften diskutiert.

Im Herbst 2015 wurden die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung, die Sustainable Development Goals (SDGs), bei einem UN-Sondergipfel von 193 Mitgliedstaaten feierlich beschlossen. Diese Agenda, die bis 2030 erreicht werden soll, legt die globale Grundlage für eine sozial gerechte und ökologische Welt. Armut und Hunger sollen genauso bekämpft werden wie Kindersterblichkeit und HIV/AIDS. Weitere Ziele sind: Grundschulbildung für alle, Geschlechtergerechtigkeit, mehr Umwelt- und Klimaschutz sowie Friede und Rechtsstaatlichkeit.

Kaum Fortschritte

Die internationale Staatengemeinschaft hat sich viel vorgenommen. Aber wie steht es um die Umsetzung? Und welche Rolle spielt die Wissenschaft für die Zukunft der Menschheit? Ein von den Vereinten Nationen eingesetztes unabhängiges Forschungsgremium zieht jetzt eine durchwachsene Bilanz. Die 15 internationalen Wissenschaftler/innen kommen in ihrem aktuellen Bericht "The Future is now" zu dem Schluss, dass die bisherigen Fortschritte zu gering sind. Zugleich schlagen sie 20 Punkte vor, die rasch umgesetzt werden müssen, darunter der dringende Schutz "weltweiten natürlichen Gemeinguts" wie Regenwälder, Ozeane oder Klima.

Was der Bericht für Österreich bedeutet und was Wissenschaft und Politik tun können, um das Land nachhaltiger zu machen, wird bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion am 15. Oktober an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) Thema. Demograph Wolfgang Lutz, der als einziger Österreicher Teil des Expertenteams der UN war, spricht unter der Moderation von Sozialökologin Simone Gingrich mit der Ökonomin Sigrid Stagl und dem Ökologen Martin Gerzabek über "The Future is now".

Termin:

Podiumsdiskussion: The Future is now. Was die Agenda 2030 für Österreich bedeutet

Ort: Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Zeit: Dienstag, 15. Oktober um 17 Uhr

Die Veranstaltung ist kostenfrei zugänglich. Um unverbindliche Anmeldung wird gebeten.

Mehr zum Thema:

"Es kann keinen Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer CO2-Steuer geben", sagt ÖAW-Demograph Wolfgang Lutz in einem Interview auf der ÖAW-Website.

Kontakt:
Dipl.-Soz. Sven Hartwig
T +43 1 51581-1331
sven.hartwig@oeaw.ac.at
STICHWÖRTER
Klimawandel  | Armut  | Gesellschaft  | Wien  | Umwelt  | Lebensstandard  | Wissenschaft  | Forschung  |
Weitere Meldungen Kultur & Gesellschaft
APA
Partnermeldung