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Klimawandel und die Perspektive der "Fragilität"

04.03.2020

Die Stabilität von Zivilisationen hängt über die Nahrungsversorgung bis heute eng mit dem Klima zusammen. Ronnie Ellenblum, Professor für Historische Geografie und Umweltgeschichte an der Hebrew University in Jerusalem, plädiert in einem Vortrag dafür, den Blick angesichts einer Klimaveränderung nicht nur auf die Resilienz, sondern insbesondere auf die Fragilität einer Gesellschaft zu lenken.

Aus der Perspektive der Resilienz ist der Klimawandel eine Herausforderung, die Gesellschaften mithilfe technologischer, organisatorischer oder politischer Fähigkeiten im Lauf der Geschichte oftmals gemeistert haben. In der Geschichtsforschung lohnt es sich aber, den Blickwinkel auch auf die existenziellen Bedrohungen zu erweitern, die eine Klimaverschlechterung und eine damit einhergehende Nahrungsmittelknappheit in einer Zivilisation auslösen.

In einem Vortrag an der ÖAW erörtert Ronnie Ellenblum, Professor für Historische Geografie und Umweltgeschichte an der Hebrew University in Jerusalem, wie die Geisteswissenschaften unter dem Paradigma der "Fragilität" zu einem tieferen Verständnis jener Kulturen gelangen, die gezwungen sind, auf einen Klimawandel zu reagieren. In diesem Zusammenhang wird Ellenblum beleuchten, inwiefern Wohlstand und Zusammenbruch zwei Seiten des verflochtenen Phänomens der "Fragilität" sind. Zum Vortrag (in englischer Sprache) "'Resilienz or Fragility'? Reconsidering Climate and Historical Civilizations" laden das FWF-Wittgenstein-Preis-Projekt "Moving Byzantium" von ÖAW- und Uni-Wien Byzantinistin Claudia Rapp und der Complexity Science Hub Vienna ein.

Quelle: ÖAW-Newsletter

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