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Aufreiter studierte Kunstgeschichte und Germanistik an der Uni Wien © APA (ANDREA CASTELLANI)
Aufreiter studierte Kunstgeschichte und Germanistik an der Uni Wien © APA (ANDREA CASTELLANI)

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Kulturköpfe 2020: Peter Aufreiter startet im Technischen Museum Wien

07.01.2020

Kurz nach seinem am 19. Dezember 2019 begangenen 45. Geburtstag übernahm der Linzer Kulturmanager Peter Aufreiter zum Jahreswechsel das Technische Museum Wien. Dort folgt er auf Gabriele Zuna-Kratky, die das Haus in Wien-Penzing seit dem Jahr 2000 führte. Nach seinem 2015 begonnenen Engagement an Galleria Nazionale delle Marche in Urbino (Italien) kehrt Aufreiter damit nach Österreich zurück.

Im Auswahlprozess um die Nachfolge Zuna-Kratkys, die das Museum über fast 20 Jahre hinweg geleitet und in diesem Zeitraum grundlegend verändert hat, setzte sich der gebürtige Linzer gegen insgesamt 21 Mitbewerber durch. Aus den Hearings mit sechs verbliebenen Personen sei Aufreiter als "im höchsten Maß geeigneter Bewerber" hervorgegangen, hieß es bei der Präsentation des erfahrenen Kulturmanagers mit Wien-Erfahrung im Juni vergangenen Jahres.

Nach der Matura in der oberösterreichischen Landeshauptstadt studierte Aufreiter Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Wien. Im Kulturbetrieb fasste er im Jahr 2003 als Junior-Curator und Registrar im Sigmund Freud Museum in der Wiener Berggasse Fuß. Weitere Stationen waren die Projektleitung für Ausstellungsorganisation im Kunsthistorische Museum (KHM) sowie ab 2008 ein Engagement an der Österreichischen Galerie Belvedere. Dort leitete er die Abteilung Ausstellungsmanagement, ab 2011 war er Hauptabteilungsleiter und somit auch für Leihgaben, Depotverwaltung und die Artothek des Bundes verantwortlich.

Leitung der italienischen Nationalgalerie der Marken

2015 erfolgte der Wechsel nach Italien - und zwar just an jenen Ort, an dem er zur Jahrtausendwende ein Auslandsjahr im Rahmen seines Studiums absolviert hatte. In Urbino leitete er die Nationalgalerie der Marken sowie den dortigen staatlichen Museumsverband, der aus zehn Häusern besteht und insgesamt rund 500.000 Besucher jährlich verzeichnet. Während seiner dortigen Tätigkeit stellte Aufreiter den Betrieb im Zuge der italienischen Museumsreform um und konnte zuletzt auch ein kräftiges Besucherwachstum verbuchen. Mit Urbino bleibt der Manager aber auch nach dem Wechsel nach Wien verbunden, stammt doch seine Frau aus der Stadt in Mittelitalien.

Dem Technischen Museum attestierte Aufreiter vor allem "viel Wachstumspotenzial", wie er seit seiner Vorstellung mehrfach betonte: Das Museum sei unter Zuna-Kratky "sehr gut geführt worden und die Besucherzahlen steigen ständig, doch wir müssen uns mehr für bezahlende Besucher einsetzen", so eine Ansage des nunmehrigen Neodirektors.

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