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Leichnam eines in Litauen verehrten Partisanen entdeckt

21.06.2019

Mehr als 50 Jahre nach seinem Tod haben Archäologen in Litauen die sterblichen Überreste des antisowjetischen Partisanen Antanas Kraujelis-Siaubunas (1928-1965) entdeckt. Der Leichnam wurde bei Ausgrabungen auf dem Waisenfriedhof in Vilnius gefunden, wie das litauische Forschungszentrum für Völkermord und Widerstand mitteilte.

Die Echtheit der Gebeine sei durch genetische Tests bestätigt worden. Kraujelis-Siaubunas wird in Litauen als Freiheitskämpfer verehrt. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er den auch als "Waldbrüder" bezeichneten Partisanenverbänden an, die sich dem sowjetische Besatzungsregime widersetzten.

Umzingelt von Offizieren des sowjetischen Geheimdiensts KGB soll er sich am 17. März 1965 selbst erschossen haben. Archäologen haben seit Jahrzehnten nach seinen Überresten gesucht.

Litauen wurde im Zweiten Weltkrieg abwechselnd von Hitler-Deutschland und der Sowjetunion besetzt. Nach Kriegsende war der Baltenstaat bis 1990 unfreiwillig Teil der Sowjetunion. Seit 2004 gehört Litauen der EU und der NATO an.

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