Kultur & Gesellschaft

APA

Mayer-Reaktionen - Bregenzer Festspiele loben Sachkompetenz

19.05.2020

Bei den Bregenzer Festspielen freute man sich sehr über den Amtsantritt von Andrea Mayer als Kulturstaatssekretärin. "Die bisherige Zusammenarbeit im Festspielkuratorium war geprägt durch große Sachkompetenz, konstruktive Lösungen und klare Entscheidungen", sagte Festival-Präsident Hans-Peter Metzler.

Marie Rötzer, Künstlerische Leiterin des Landestheaters Niederösterreich, zeigte sich froh, dass es schnell gelungen ist, eine Staatssekretärin zu finden, "die diesmal Erfahrungen aus dem Kulturbereich mitbringt". Wer das Kabinett des Bundespräsidenten organisieren könne, "kann auch die verschiedensten Kulturbranchen an einen Tisch bringen".

"Rahmenbedingungen für Lockerungen schaffen"

Vor allem gehe es jetzt "mitten in der Coronakrise" darum, die Rahmenbedingungen für die Lockerungen und das Hochfahren von Kunst und Kultur zu schaffen, sagte Rötzer, die auch Sprecherin der Österreichischen Intendantengruppe ist. Der von den Bundesländer-Theatern vor einigen Wochen vorgelegte Maßnahmenkatalog sollte im gemeinsamen Dialog durchgegangen werden, um genaue Richtlinien für eine Öffnung zu entwickeln. Rötzer wünschte sich "eine Einladung zu den nächsten Gesprächen, damit wir so schnell wie möglich wieder Proben, Vorstellungen und Premieren für unser Publikum anbieten können".

Rudolf Buchbinder, Künstlerischer Leiter des Grafenegg Festivals, bezeichnete die Ernennung von Andrea Mayer als "hervorragend und richtig". Er hoffe, dass die neue Staatssekretärin "mit ihrem Netzwerk, ihrer Erfahrung und ihrer Kompetenz gerade in diesen schwierigen Zeiten neu denken und gemeinsam mit uns Künstlern vieles voranbringen wird". Andrea Mayer kenne Grafenegg seit vielen Jahren, "ich weiß, dass wir mit ihr eine Fürsprecherin für Kunst und Kultur haben", so Buchbinder.

"Wir Kulturmacher haben jetzt in der Krise gelernt, dass uns die Öffentlichkeit außerhalb unserer Blase einen Platz zwischen dem Puff und dem Freibad zuweist", brachte styriarte-Intendant Mathis Huber seine Erfahrungen der vergangenen Wochen auf den Punkt und betonte :"Das sollte uns zu denken geben." Es "wäre fein", wünschte sich Huber, "wenn sich die ressortzuständige Politikerin eine Verschiebung dieses Platzes in Richtung Lebensmittel-Handel auch auf ihre Fahnen schreibt. Schieben müssen wir schon selber."

Weitere Meldungen Kultur & Gesellschaft
APA
Partnermeldung