Kultur & Gesellschaft

Roscic: "Leidenschaftliche Kämpferin für Bedürfnisse der Kulturschaffenden" © APA (Hochmuth)
Roscic: "Leidenschaftliche Kämpferin für Bedürfnisse der Kulturschaffenden" © APA (Hochmuth)

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Mayer-Reaktionen - Künftiger Staatsoperndirektor: "Richtiges Signal"

19.05.2020

"Die Bestellung von Andrea Mayer ist eine hervorragende Entscheidung und das richtige Signal in dieser außergewöhnlichen Situation", reagierte der am 1. Juli sein Amt als Staatsoperndirektor antretendende Bogdan Roscic auf die Bestellung von Andrea Mayer zur neuen Staatssekretärin für Kunst und Kultur.

"Sie wird meiner Meinung nach jene leidenschaftliche Kämpferin für die Bedürfnisse der Kulturschaffenden sein, die jetzt gebraucht wird. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit", so Roscic. Burgtheaterdirektor Martin Kusej würdigte gegenüber der APA Mayers "Kompetenz und ihr engagiertes Arbeiten". Er freue sich auf eine "enge Zusammenarbeit mit einer Partnerin, die die Bedürfnisse und Funktionsweise des Kunst- und Kulturbetriebs durch ihre langjährige Arbeit in der Kunstsektion sehr gut kennt."

"Hoffnungsfroh" zeigt sich auch Harry Fuchs, Geschäftsführer des österreichischen Musikfonds gegenüber der APA: "In dieser für die gesamte Kulturbranche dramatischen Situation braucht es eine Verantwortungsträgerin mit Verständnis für die komplexen Zusammenhänge und kleinteiligen Bedürfnisse des Sektors einerseits und dem nötigen Weitblick für umfassende und langfristige Strategien andererseits. Mit Andrea Mayer wurde die Position in exakt diesem Sinne besetzt und macht die Musikszene und -branche trotz der derzeitig verheerenden Rahmenbedingungen hoffnungsfroh."

Kurzfristige Hilfspakete und langfristige Strategie nötig

Neben dringend notwendigen, kurzfristig verfügbaren Hilfspaketen für Musikschaffende und Branchenteilnehmer bedürfe es ebenso einer langfristigen Strategie im Sinne eines nachhaltigen Konjunkturpakets. So fordern Interessensvertretungen beispielsweise die Aufdotierung des Fördervolumens des Österreichischen Musikfonds auf 5 Millionen Euro als "ein wesentliches Element, um Österreich sowohl kulturell als auch wirtschaftlich als Musikland und Musikstandort zu erhalten".

Florian Krumpöck, Pianist, Dirigent und Intendant des Kultur.Sommer.Semmering, der kürzlich einen offenen Brief der heimischen Festivalleiter initiiert hatte, zeigte sich ebenfalls erfreut über "eine offenbar bestens vernetzte und innerhalb der Kulturszene quer durch alle Genres hoch angesehene und geschätzte Kämpferin", die man nun für das Amt gefunden habe. "Ich wünsche mir von ihr eine weitestgehende Öffnung der dringend notwendigen ExpertInnen-Gespräche, um statt einer nur scheinbaren Ermöglichung von Veranstaltungen diese Woche eine Verordnung zu initiieren, die unter ökonomischen und künstlerischen Gesichtspunkten tatsächlich praxistauglich ist. Ob die notwendige Kurskorrektur bei den in wenigen Tagen zu beschließenden Kulturbudgets, das Initiieren eines kompletten Rettungsschirmes, der "koste es, was es wolle" eine bedingungslose Planungssicherheit bietet, und die Durchsetzungskraft beim Finanzminister ohne eigene Minister-Kompetenzen unter einem bislang völlig teilnahmslosen Kulturminister Werner Kogler möglich sind, bleibt abzuwarten."

Der Musiker Hubert von Goisern, der bei Lunacek Mut, Kampfgeist und Engagement vermisst hat, streute Mayer im Vorfeld ebenfalls Rosen: "Ich freue mich riesig, dass sie es geworden ist. Ihr traue ich zu, dass sie die richtige Frau am richtigen Platz ist", sagte er gegenüber der APA. "Sie ist eine sehr energievolle Frau, die mit beiden Füßen am Boden steht. Ich glaube auch, dass sie eine Kämpferin ist. Sie ist keine, die sich anbiedert, aber ein sympathisches Wesen hat im Umgang - auch mit Leuten, die sie nicht kennt."

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