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ÖAW schreibt Preisfrage zur gesellschaftlichen Bewertbarkeit von Forschung aus

09.01.2018

Wissenschaftsakademien haben seit dem 18. Jahrhundert immer wieder öffentlich Preisfragen ausgeschrieben. Damit sollten Antworten auf ungelöste wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen der jeweiligen Zeit gefunden werden. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) greift diese Tradition des frühen "Crowdsourcing" nun mit einer aktuellen Preisfrage wieder auf. Bis 31. August 2018 werden Antworten auf die Frage gesucht: "Ist gesellschaftliche Relevanz von Forschung bewertbar? Und wenn ja, wie?"

Hintergrund der Preisfrage ist das seit Langem bestehende Spannungsverhältnis zwischen wissenschaftlicher Freiheit auf der einen und gesellschaftlichem Nutzen von Forschung auf der anderen Seite. Durch die gegenwärtige Einschränkung von Forschungsfreiheit in manchen Teilen der Welt und den zunehmenden Ruf nach der unmittelbaren Verwertbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse, aber auch angesichts neuer und komplexer globaler Herausforderungen, gewinnt dieses Spannungsverhältnis heute erneut an Brisanz.

An dem nun von der ÖAW ausgeschriebenen öffentlichen Wettbewerb können Menschen aus der ganzen Welt mit oder ohne wissenschaftlichem Hintergrund und jeden Alters teilnehmen. Eingereicht werden können Essays, Zeichenbegrenzung gibt es keine. Eine interdisziplinäre Preiskommission wählt die besten Antworten aus, die mit 12.000 Euro für den ersten, 8.000 Euro für den zweiten und 4.000 Euro für den dritten Platz prämiert werden. Die Preise werden bei einer festlichen Verleihung im Jänner 2019 an die Gewinner/innen überreicht.

Mit dem Wettbewerb will die Akademie die Bevölkerung in die laufenden europaweiten Debatten zur Gestaltung von "Responsible Research and Innovation" noch stärker einbinden und mit neuen Impulsen zum Austausch von Wissenschaft und Gesellschaft beitragen. Zugleich soll mit der Preisfrage das allgemeine Interesse an Wissenschaft in der Öffentlichkeit erhöht werden.

Weitere Informationen und Hinweise zur Teilnahme sind auf der Website der ÖAW zu finden unter: http://www.oeaw.ac.at/preisfrage

Kontakt: Einreichungen bis 31. August 2018 per E-Mail an aktuariat@oeaw.ac.at oder per Post an: Aktuariat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Rückfragehinweis:
   Sven Hartwig
   Leiter Öffentlichkeit & Kommunikation
   Österreichische Akademie der Wissenschaften
   Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
   T +43 1 51581-1331
   sven.hartwig@oeaw.ac.at
   www.oeaw.ac.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1277/aom

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