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Philosophicum Lech trotzt Corona und tagt 2020 zur Kraft der Fiktion

26.06.2020

Das 24. Philosophicum Lech tagt 2020 zum Thema "Als ob! Die Kraft der Fiktion". Man habe sich nach Monaten voller Unwägbarkeiten entschlossen, die Tagung auch heuer abzuhalten. Zum einen habe es viele Anfragen treuer Teilnehmer gegeben, die sich nach einem positiven Signal sehnten, zudem treffe das Thema den Nerv derzeitiger gesellschaftlicher Debatten, begründete der Verein Philosophicum.

Von 23. bis 27. September werden daher auch heuer namhafte Referenten für Impulse rund um den Themenkreis Fiktion sorgen. Man werde Phänomene wie virtuelle Welten oder Fake News, Medienblasen und Verschwörungstheorien ebenso beleuchten, wie das Bedürfnis des Menschen nach Imagination, Illusion und Utopien. "Unsere Welt scheint durchdrungen vom Verdacht, dass ein Netz von Fiktionen, Illusionen und Täuschungsmanövern unser Denken und Handeln zunehmend bestimmt, und dass die Wirklichkeit immer schwerer zu fassen ist", so Konrad Paul Liessmann, wissenschaftlicher Leiter der Veranstaltung.

Auftakt: "Wie man sich täuschen kann"

Liessmann und der Autor Michael Köhlmeier, Ideengeber des Philosophicums, führen am 23. September unter dem Titel "Wie man sich täuschen kann" ins Thema ein. In einem von Michael Fleischhacker moderierten Impulsforum unter dem Titel "So tun als ob. Fiktionen in Politik und Gesellschaft" debattieren der ehemalige Bundeskanzler Christian Kern, der deutsche Botschafter Ralf Beste, der deutsche Publizist Alexander Kissler und NEOS-Parteichefin Beate Meinl-Reisinger. Nach der Eröffnung durch den Lecher Bürgermeister Ludwig Muxel, Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und einem Vertreter des Bundes folgen ein Vortrag von Dieter Althaus, Vizepräsident von Magna Europe, sowie ein Impulsreferat von Liessmann.

Am Freitag, 25. September, erwarten die Teilnehmer Vorträge der Literaturwissenschafter Thomas Strässle und Daniela Strigl sowie der Philosophen Matthias Burchardt und Andreas Urs Sommer. Abends steht die Verleihung des Essay-Preises "Tractatus" an, für die in Kürze die Shortlist bekannt gegeben werden soll. Am Folgetag referieren der Kulturwissenschafter Jan Assmann, der Bildtheoretiker Lambert Wiesing, die Wissenschaftsphilosophin und FAZ-Redakteurin Sibylle Anderl sowie der Filmkritiker und ehemalige "Spex"-Chefredakteur Dietmar Dath. Am Sonntag, 27. September hat das Philosophicum die Kulturwissenschafterin Sophie Wennerscheidt und Medienwissenschafter Roberto Simanowski eingeladen. Im Anschluss an die Vorträge folgen am Vor- und Nachmittag Diskussionen, jeweils moderiert von Rainer Nowak oder Liessmann.

Wegen der Pandemie finde das Philosophicum in modifizierter Form im "sport.park.lech" statt, Anmeldungen sind ab 1. Juli online möglich. Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen sei die Teilnehmerzahl notwendigerweise geringer, daher werde die Veranstaltung noch rascher ausgebucht sein als in den Vorjahren, so die Initiatoren. Zudem müssten die Rahmen-Events reduziert werden.

Service: 24. Philosophicum Lech "Als ob! Die Kraft der Fiktion", 23. bis 27. September, Lech am Arlberg, www.philosophicum.at

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