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Stichwort: Westerplatte

20.08.2019

Der Beschuss der Halbinsel Westerplatte vor Danzig leitete vor 80 Jahren, am 1. September 1939 frühmorgens, den deutschen Überfall auf Polen und damit den Beginn des Zweiten Weltkriegs ein. Die Schüsse kamen vom Kriegsschiff "Schleswig-Holstein", das wenige Tage zuvor unter dem Vorwand eines Freundschaftsbesuchs in Danzig eingelaufen war.

Adolf Hitler hatte zuvor Überfälle angeblicher polnischer Aufständischer unter anderem auf den deutschen Sender Gleiwitz in Oberschlesien fingieren lassen und behauptete, es werde auf der Westerplatte nun zurückgeschossen. Gut 200 bewaffnete Polen auf der schmalen Landzunge konnten sieben Tage den Ansturm deutscher Kompanien abwehren und kapitulierten am 7. September. Auf beiden Seiten gab es mehr als 100 Tote und viele Verletzte.

Die Westerplatte diente Polen nach dem Ersten Weltkrieg, als das damals überwiegend deutschsprachige Danzig als"Freie Stadt" unter Völkerbundsmandat gestellt wurde, als Munitionsdepot. In den 1930er Jahren war die polnische Enklave an der westlichen Mündung der Toten Weichsel dann festungsartig ausgebaut worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Verteidigung der Halbinsel in Polen zur Heldenlegende, die vor allem an den Widerstand gegen die deutsche Übermacht erinnert. Das Geschehen wurde in Gedichten, Romanen und Filmen dokumentiert. Seit 1966 steht auf der Westerplatte ein rund 25 Meter hohes Granit-Denkmal.

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