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Tiroler Landesmuseen setzen 2020 unter neuer Führung auf Goethe

07.11.2019

Unter der neuen Leitung von Peter Assmann wollen die Tiroler Landesmuseen im kommenden Jahr unter anderem mit einer Ausstellung über das durch die Werke und Zeichnungen von Johann Wolfgang von Goethe vermittelte Italienbild und zeitgenössischer iranischer Kunst reüssieren. Ein neues Logo soll außerdem die nunmehr beginnende Assmann-Ära nach außen signalisieren.

Goethe fungiert im Jahr 2020 dabei nicht nur als Dichter und Zeichner, sondern gewissermaßen auch als Brückenbauer zwischen Österreich und Italien. Assmann möchte nämlich, wie er bei seiner Antrittspressekonferenz in Innsbruck klarstellte, das Thema "Europaregion Tirol" forcieren. Assmann will diesbezüglich nicht nur mit Goethe den Blick nach Italien richten, sondern auch etwa mit gemeinsamen Forschungsprojekten. "Der Weg nach Italien wird kürzer werden", versprach der neue Museumsdirektor, der seit dem 1. November als Nachfolger von Wolfgang Meighörner im Amt ist.

"Brücke nach Italien" ausbauen

Aber nicht nur die für Innsbruck recht naheliegende Brücke nach Italien will Assmann stärker ausbauen. 2020 soll der in mehrfacher Hinsicht für Tirol ferner liegende Iran und dessen Kunst im Landesmuseen-Haupthaus, dem Ferdinandeum, Einzug halten. "Damit wollen wir Verständnis für dieses Land generieren, das vielfach als sogenannter Schurkenstaat gilt", strich Assmann hervor. Die zeitgenössische Kunst das Landes soll jedenfalls "diese kulturelle Welt nach Innsbruck bringen", erklärte er.

Dass Assmann aber nicht nur neue kulturelle Welten hereinholen, den bereits vorhandenen Austausch mit Italien stärken, sondern auch die in Innsbruck vorhandene Landesmuseen-Welt beackern möchte, stellte er unmissverständlich klar. Neben dem neuen Logo der Tiroler Landesmuseen als sichtbares Zeichen eines Neuanfanges wünschte sich Assmann künftig auch eine "Hauptausstellung des Jahres im Haupthaus". Darüber hinaus plant Assmann "Team, Haus und Projekte zu überprüfen und ein bis zwei Akzente zu setzen".

Teile des damit angesprochenen Teams gaben sodann Einblicke in das 2020er-Museumsjahr abseits von Goethe und Iran. "Es wird beispielsweise im Volkskunstmuseum eine Ausstellung über die Tracht geben", betonte Hauptkuratorin Helena Perena und nannte diese Thematik im gleichen Atemzug "politisch aufgeladen". Gabriele Ultsch, zuständig für die Besucherkommunikation in den Museumshäusern, versprach für 2020 und die Jahre darauf sowohl Kontinuität als auch "neue Ideen". "Besonders Inklusion und kulturelle Diversität sind für uns wichtig, damit wir auf den demografischen Wandel der Gesellschaft reagieren können", meinte Ultsch in diesem Zusammenhang.

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