Kultur & Gesellschaft

Auf Mauritius trifft eine Vielzahl an Sprachen, Kulturen, Religionen und Ethnien aufeinander © Elissa Pustka
Auf Mauritius trifft eine Vielzahl an Sprachen, Kulturen, Religionen und Ethnien aufeinander © Elissa Pustka

Partnermeldung

Unglaublich mehrsprachig: Vorbild Mauritius?

28.11.2019

Auf Mauritius leben verschiedene Ethnien mit ihren unterschiedlichen Religionen, Kulturen und Sprachen auf kleinstem Raum zusammen. Wie dieses Zusammenleben funktioniert, diskutieren ForscherInnen aus Mauritius und Europa bei einer internationalen Tagung am 12. und 13. Dezember am Institut für Romanistik der Universität Wien.

Neben einer der berühmtesten Briefmarken der Welt, 170 Kilometern Sandstrand und wunderschönen Korallenriffen bietet Mauritius eine äußerst faszinierende Situation des Kultur- und Sprachkontakts: Nach der Entdeckung der unbewohnten Insel durch die Araber und Portugiesen wurde sie zunächst von den Niederländern besetzt, anschließend von den Franzosen kolonisiert, dann von den Engländern in Besitz genommen und schließlich 1968 unabhängig.

Die Mehrheit der Bevölkerung stammt jedoch nicht von europäischen Kolonisten ab, sondern von aus Afrika und Madagaskar deportierten SklavInnen sowie ArbeitsmigrantInnen aus Indien. Heute leben hier auf kleinstem Raum Hindus, Moslems und Christen friedlich zusammen. Alle Mauriciens sind zumindest dreisprachig: Das französisch basierte Kreol ist die allgemein verwendete Verkehrssprache, und in der Schule lernen die Kinder von der ersten Klasse an die beiden ehemaligen Kolonialsprachen Englisch und Französisch. Daneben spricht man dort auch zahlreiche Herkunftssprachen, etwa das aus Indien stammende Bhojpuri.

Diese Vielfalt an Sprachen, Kulturen, Religionen und Ethnien diskutieren ExpertInnen aus Europa und Mauritius am 12. und 13. Dezember bei der internationalen Konferenz "Language Contact in Mauritius: Political, Sociolinguistic and Psycholinguistic Perspectives" am Institut für Romanistik der Universität Wien. Zu den Vortragenden zählen unter anderen Elissa Pustka als Organisatorin der Universität Wien, ihre Co-Organisatorin Yannick Bosquet-Ballah (University of Mauritius), Arnaud Carpooran (University of Mauritius), Hannah Davidson (University of Oxford), Guillaume Fon-Sing (Université Paris Diderot), Sibylle Kriegel (Aix-en-Provence) und Magnus Fischer (Universität Bremen).

Die Konferenz richtet sich an einen internationalen und interdisziplinären Kreis von ForscherInnen sowie an eine breite Öffentlichkeit von Studierenden und Interessierten. Die Sprachen der Konferenz sind Französisch und Englisch.

Programm mit allen Vorträgen:

https://homepage.univie.ac.at/elissa.pustka/veranstaltungen/maurice/

Internationale Konferenz:
"Contact de langues à Maurice: perspectives politiques, sociolinguistiques et psycholinguistiques" / "Language Contact in Mauritius: Political, Sociolinguistic and Psycholinguistic Perspectives"
Zeit: Donnerstag, den 12. und Freitag, den 13. Dezember 2019
Ort: Institut für Romanistik der Universität Wien, Spitalgasse 2, 1090 Wien (Campus der Universität Wien, Hof 8)

Um Anmeldung wird gebeten: sekretariat.pustka.ifr@univie.ac.at

Eintritt frei!

Wissenschaftlicher Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Elissa Pustka
Institut für Romanistik
Universität Wien
1090 - Wien, Spitalgasse 2, Campus der Universität Wien, Hof 8
T +43-1-4277-42649
elissa.pustka@univie.ac.at
  
Rückfragehinweis
Alina Birkel, BA
Pressebüro der Universität Wien
Universität Wien
1010 - Wien, Universitätsring 1
T +43-1-4277-175 36
alina.birkel@univie.ac.at
Weitere Meldungen Kultur & Gesellschaft
APA
Partnermeldung