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Viele primitive Nachbarn: Der Homo sapiens und seine Mitmenschen

07.06.2017

Der Homo sapiens war über Hunderttausende Jahre nur eine von mehreren Menschenarten auf der Erde. Bis vor mindestens rund 40.000 Jahren teilte er seine Umgebung mit anderen Vertretern der Gattung Homo. Ein Überblick über die bisher bekannten Cousins:

- Nächster Verwandter des Menschen ist der Neandertaler (Homo neanderthalensis). Er lebte unter anderem in Europa und starb vor etwa 40.000 Jahren aus. Neandertaler und Homo sapiens haben sich vermischt, die meisten Menschen tragen Neandertaler-Gene im Erbgut.

- Einen noch größeren Einfluss auf das menschliche Genom könnte der Denisova-Mensch gehabt haben. Er ist nach einer Höhle in Südsibirien benannt. Möglicherweise lebten in dieser Gegend sogar Homo sapiens, Denisova-Mensch und Neandertaler zusammen und tauschten sich rege aus.

- Auch der Homo Heidelbergensis, den man vor mehr als 100 Jahren bei Heidelberg fand, tummelte sich nach neuesten Erkenntnissen zur gleichen Zeit wie der Homo sapiens auf der Erde. Er lebte etwa vor 700.000 bis vor 200.000 Jahren.

- Gut laufen und klettern konnte der rund 1,50 Meter große Homo Naledi. Seine Überreste wurden in Südafrika entdeckt und auf ein Alter von 250.000 bis 300.000 Jahre datiert. Beim Denken konnte er mit dem Homo sapiens wohl nicht mithalten: Sein Gehirn entsprach etwa der Größe einer Orange.

- Der ungewöhnlichste Cousin des modernen Menschen ist der "Hobbit". Diesen Spitznamen bekam Homo Floresiensis, weil er nur etwa einen Meter groß war. Seine Fossilien wurden auf der indonesischen Insel Flores entdeckt, wo er sich bis vor mindestens 100.000 Jahren hielt.

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